zur Navigation springen

Handball Bundesliga : Nach dem Spitzenduell: Die Enttäuschung bei der SG sitzt tief

vom

Die Chancen auf den Meistertitel für die SG Flensburg-Handewitt sind nach der Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen minimal.

Flensburg | Der Traum ist vorbei, die Chance vertan: Handball Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat am Sonntag das Spitzenduell gegen den Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen verloren. Nach dem 21:23 (11:13) hat der Tabellenzweite aus Flensburg seine Chance auf die Meisterschaft aus den eigenen Händen gegeben. Die Enttäuschung bei den Fans und in der Mannschaft ist groß.

Eine gute Saison endet wahrscheinlich titellos: Im DHB-Polkal Finale verlor die SG gegen den THW Kiel, in der Champions League scheiterten sie gegen Vardar Skopje im Viertelfinale.

Beide Mannschaften müssen zwar noch drei Spiele bestreiten, doch an ein Scheitern der Löwen glauben selbst die SG-Spieler nicht mehr.  „Dass sie in den letzten drei Spielen noch vier Punkte wegschmeißen, ist nicht realistisch“, sagte der Rechtsaußen der Flensburger, Lasse Svan, am Sonntag nach dem Spiel.

Auch die Fans des Teams lassen ihrer Trauer auf Twitter freien Lauf.

Doch Aufgeben steht nicht zur Diskussion, trotz nur noch minimaler verbleibenden Chancen auf den Titelgewinn.

Dennoch blieb am Ende des Spieltages für manchen SG-Fan nur das Gefühl von Leere.

 

Die Enttäuschung ist riesig

Auch Trainer Ljubomir Vranjes verbarg seine Trauer um den verpassten Bundesligatitel nicht. Als ein TV-Reporter ihn um einen Einblick in sein Innerstes bat, brach er das Interview ab und verschwand in die Kabine. Zuvor sagte er:  „Es tut weh, mehr als normal." Vranjes verlässt nach der Saison den Verein, um Trainer von Telekom Veszprém zu werden.

 

<p>Nach dem Spiel war die Enttäuschung beim SG-Trainer groß. </p>

Nach dem Spiel war die Enttäuschung beim SG-Trainer groß.

Foto: Michael Staudt
 

In der Pressekonferenz nach dem Spiel fand Vranjes Worte für die Niederlage: „Das war hart heute, muss ich sagen. Wir haben gekämpft, alles versucht, wir haben Leidenschaft gezeigt." Am Ende seien es die Kleinigkeiten, die so ein Spiel entscheiden. „Um dieses Spiel zu gewinnen, hätten wir viel weniger technische Fehler machen müssen. Auch Vranjes sieht die Löwen jetzt vorne, trotz der verbleibenden drei Spiele.

Doch ein Fünkchen Hoffnung bleibt, das sagte auch Dierk Schmäschke, SG-Geschäftsführer: „Die Saison ist erst zu Ende, wenn am 10. Juni nach 60 Minuten abgepfiffen wird.“

Rein rechnerisch ist noch alles möglich

Nach der Niederlage im direkten Duell liegt die SG drei Punkte in der Bundesligatabelle hinter den Löwen zurück. Beide Mannschaften können mit drei Siegen noch jeweils sechs Punkte holen. Die Rheinländer müssen noch gegen den THW Kiel (3. Platz), die HSG Wetzlar (6. Platz) und die MT Melsungen (7. Platz) antreten. Allesamt Spiele, die wahrscheinlich kein Spaziergang für das Team werden. Dennoch müsste viel schiefgehen, damit sie zwei Mal verlieren oder einmal unterliegen und zwei Matches Unentschieden spielen. In der Hinrunde konnten sie gegen jede der drei Mannschaften gewinnen.

Die Flensburger müssen noch gegen Frisch Auf! Göppingen (Platz 12), HBW Balingen-Weilstetten (Platz 17) und ebenfalls Wetzlar auf den Platz. Sie haben damit das anscheinend leichtere Programm. Ihnen bleibt jetzt nur jedes Spiel zu gewinnen und den zweiten Platz zu sichern. Vom Tabellendritten, THW Kiel, trennen die SG aktuell fünf Punkte. Die Chance auf einen zweiten Titelgewinn in der Handballbundesliga ist für die Mannschaft aus Flensburg auf ein Minimum gesunken.

Die Fans halten zu ihrer Mannschaft

Doch eine positive Erfahrung bleibt nach diesem Spieltag: die Fans der SG stehen voll hinter ihrer Mannschaft und tun alles um ihnen den Rücken zu stärken, obwohl sie ihren Ruf „ewiger Vize“ wieder untermauert haben. Abwehrchef Tobias Karlsson hob in einem Interview die „unglaubliche" Kulisse hervor, vor der sie spielen durften. „Wir haben die besten Fans Deutschlands."

Besonders großen Einsatz zeigten die SG-Anhänger beim gemeinsamen Marsch zum Stadion vor dem Spitzenduelle am Sonntag:

zur Startseite

von
erstellt am 29.Mai.2017 | 16:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen