Steinburg, Pinneberg und Dithmarschen betroffen : Moorbrand in Meppen: Qualm erreicht Schleswig-Holstein

Anwohner berichten von starkem Brandgeruch. Laut Wetterdienst könnte der Qualm noch weiter nach SH reinziehen.

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19. September 2018, 21:21 Uhr

Meppen/Schleswig-Holstein  | Auch gut zwei Wochen nach dem Ausbruch eines Moorbrandes auf einem Testgelände der Bundeswehr in Niedersachsen rechnen die Behörden weiter mit einem langen Kampf gegen das Feuer. Zwar sei es am Mittwoch gelungen, die Lage zu stabilisieren, der Brand schwele aber weiter. In der Nacht zu Mittwoch war der Rauch des Brandes in Meppen bereits mehr als hundert Kilometer weit geweht worden.

Nun hat der Qualm auch Schleswig-Holstein erreicht. Am Mittwochabend vermeldete die Kooperative Regionalleitstelle West für die Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen Brandgeruch, der durch das Feuer ausgelöst worden war. „Seit dem späten Nachmittag kam es vermehrt zu Anrufen von Bürgern“, teilte Schichtführer Kolja Sick mit und riet Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungs- und Klimageräte vorübergehend auszuschalten.

Verantwortlich dafür sei die aktuelle Wetterlage, so Sick. „Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes kann der Brandgeruch noch bis morgen Abend anhalten und sogar noch weiter nach Schleswig-Holstein reinziehen.“

Das Feuer, der durch Raketentests Anfang September auf der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen ausgelöst worden war, hat sich inzwischen auf einer Fläche größer als 1000 Fußballfelder ausgedehnt.

 

mit dpa

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