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Polizei sucht Zeugen : Mitschnacker in Schenefeld: Zehnjähriger auf Schulweg angesprochen

vom

Der Schüler reagierte richtig: Er stieg nicht ins Auto des Fremden und informierte seine Eltern. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen - auch um andere Kinder zu schützen.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 16:06 Uhr

Schenefeld | Am 5. Mai gegen 13.30 Uhr hat ein Unbekannter einen zehnjährigen Schüler auf dem Nachhauseweg angesprochen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Der Junge, der mit seinem Fahrrad allein die Lindenallee befuhr, wurde im Kreuzungsbereich Lornsenstraße von einem an der Ampel wartenden Fahrzeug heraus angesprochen, dass seine Mutter in Gefahr wäre und er ins Fahrzeug einsteigen solle. Das Kind handelte richtig und reagierte nicht auf das Ansprechen. Es setzte seine Fahrt unvermittelt fort.

Der Unbekannte soll etwa 50 bis 60 Jahre alt sein. Weiter wird er als etwas dicklich mit weißem Bart und weißen Haare beschrieben. Er soll ferner eine Brille getragen und deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen dunklen oder schwarzen, größeren Pkw, eventuell einen SUV gehandelt haben. Zu dem Kennzeichen des Fahrzeuges gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse.

Die Polizei sucht jetzt Zeugen des Vorfalls, die nähere Angaben zum Vorfall, zum Fahrzeug oder zu dem Gesuchten machen können. Die Kriminalpolizei Pinneberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter 04101-2020.

„Mitschnacker“ sind Menschen, die Kinder auf der Straße ansprechen und an unbelebte Orte locken. Häufig wird den Kindern etwas Verlockendes versprochen, damit sie mitgehen. Eine andere Täterstrategie ist, den Kindern weiszumachen, dass Mutter oder Vater sie geschickt hätten. Experten empfehlen Eltern zur Prävention, mit den Kindern über Grenzen zu sprechen und ihnen zu erklären, wann man „Nein“ sage sollte. „Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, indem Sie es in seiner Wahrnehmung und in seinen Gefühlen ernstnehmen. Ermutigen Sie Mädchen und Jungen, Fragen zu stellen, wenn sie sich unsicher fühlen – egal, worum es dabei geht“, heißt es in einer Eltern-Broschüre. „Kinder, die von ihren Eltern viel Aufmerksamkeit, Anerkennung und Zärtlichkeit erfahren, sind deutlich weniger anfällig für dubiose Annäherungen durch andere Menschen.“

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