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Unwetter in SH und HH : Mit Video: Wo Gewitter und Regen in der Nacht die Feuerwehr forderten

vom

Insgesamt 100 Mal mussten die Feuerwehren in Hamburg ausrücken. In Großhansdorf gabe es für die Retter sogar einen Einsatz vor der eigenen Haustür. Besonders kritisch wurde die Lage in Lauenburg.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 08:49 Uhr

Hamburg/Großhansdorf/Lauenburg | Es war eine stürmische und verregnete Nacht in Hamburg und Teilen von Schleswig-Holstein: Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Häufigster Grund waren geflutete Keller und Straßen. Besonders kritisch war die Lage in Lauenburg. Manche Häuser standen bis zu 40 Zentimeter unter Wasser, Gehwege stürzten nach einem Wasserrohrbruch ein. In Großhansdorf begann der Einsatz für die Feuerwehr vor der eigenen Haustür. 

Ein kurzes, aber heftiges Unwetter zog am Montag über den Kreis Stormarn hinweg. In Großhansdorf am Wöhrendamm stauten sich die Wassermassen vor der Feuerwache fast einen halben Meter hoch an. Der erste Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr begann deshalb vor der eigenen Haustür.

Aus Plastiksäcken mit Bindemitteln bauten die Feuerwehrleute einen provisorischen Damm. Danach pumpten sie den Platz vor der Feuerwache leer und rückten zu den Einsätzen aus. Keller und Garagen waren im Ort vollgelaufen und Straßen überflutet. Insgesamt 31 Einsätze arbeiteten die Feuerwehrleute ab.

Im benachbarten Ahrensburg sah es ähnlich aus. Dort rückten die Feuerwehrleute zu noch mehr Wettereinsätzen aus. Die Leitstelle hat als Folgen des Unwetters bis zum späten Montagabend weit über einhundert Einsätze im Kreis Stormarn gezählt.

Das Gewitter traf auch Hamburg mit aller Wucht. Die Feuerwehr musste in der Nacht zum Dienstag 78 Mal ausrücken. Zusätzlich waren 22 freiwillige Feuerwehren im Einsatz, sagte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr. Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um geflutete Keller. Auch übergelaufene Gullys, die die Straßen überschwemmt hatten, mussten von den Einsatzkräften abgepumpt werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt Hamburg vor Unwetter bis zum Dienstagabend. Es werden teils kräftige Gewitter prognostiziert. Außerdem zu erwarten seien weiterer Starkregen, Stürmböen von bis zu 75 Kilometern pro Stunde und Hagel.

Starkregen hatte auch den Feuerwehren in Lauenburg und Schwarzenbek am Montagabend zahlreiche Einsätze beschert. Eine erste Regenfront traf Lauenburg, eine Stunde später erwischte eine zweite Regenfront dann das 15 Kilometer entfernte Schwarzenbek. Insgesamt mussten von den Feuerwehrleuten mehr als 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Besonders kritisch zeigte sich die Situation in der Straße Großer Sandberg in Lauenburg. Wasser unterspülte Gehwege und ließ sie einstürzen, ein Bagger drohte in eine ausgespülte Baugrube zu stürzen, in mehreren Häusern stand das Wasser bis zu 40 Zentimeter hoch. „Wir hatten hier reichlich zu tun, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen“, sagte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer.

<p>Der Bagger in Lauenburg drohte nach dem Aufbrechen einer Rohrleitung in eine Baugrube zu stürzen. Die Gehwege wurden unterspült.</p>

Der Bagger in Lauenburg drohte nach dem Aufbrechen einer Rohrleitung in eine Baugrube zu stürzen. Die Gehwege wurden unterspült.

Foto: Timo Jann
 

Die abschüssige Straße Großer Sandberg zwsichen B5 und Elbufer wird gerade saniert, dort verläuft eine der Hauptentwässerungsleitungen für Oberflächenwasser von der Oberstadt in Richtung Altstadt und Elbe. Wegen einer Rohrsanierung wurde ein Bypass installiert, der die Wassermassen des Unwetters allerdings nach Feuerwehrangaben nicht fassen konnte und aufbrach.

In Schwarzenbek standen im gesamten Stadtgebiet mehrere Straßenzüge unter Wasser, der Regen flutete Tiefgaragen, Keller und Aufzugschächte, bei einem Discounter lief das Wasser durch die Decke. „Die Schäden lassen sich noch nicht beziffern“, sagte Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

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