Schnee und glatte Straßen : Mit Video: Enorme Staus, Unfälle und Busausfälle in SH

Aufgrund des Neuschnees staute sich am Morgen der Verkehr auf der A1 bei Ahrensburg auf 15km in Fahrtrichtung Hamburg.
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Aufgrund des Neuschnees staute sich am Morgen der Verkehr auf der A1 bei Ahrensburg auf 15km in Fahrtrichtung Hamburg.

Besonders im Süden Schleswig-Holstein und Hamburg kam es am Dienstag zu Einschränkungen im Berufsverkehr.

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27. Februar 2018, 13:14 Uhr

Schneefall und Glätte haben am Dienstagmorgen im Raum Hamburg zu langen Staus geführt. Unter anderem kam es der Verkehrsleitzentrale zufolge auf der Autobahn 7 zwischen dem Horster Dreieck und dem Elbtunnel am Morgen zu 22 Kilometern Stau. Auf der Autobahn 1 stauten sich die Wagen ab dem Maschener Kreuz in Richtung Hamburg auf zwölf Kilometern Länge, und auf der Autobahn 25 von Geesthacht in Richtung Hamburg gab es 14 Kilometern Stau. Gegen Mittag hatten sich die meisten Staus aufgelöst.

Für Autofahrer aus Schleswig-Holstein gab es auf dem Weg nach Hamburg ebenfalls Verkehrsbehinderungen. Auf der Autobahn 1 stockte der Verkehr zwischen dem Kreuz Bargteheide und dem Kreuz Hamburg-Süd den Angaben zufolge zum Teil auf bis zu 24 Kilometern Länge. „Es geht etwas langsamer voran, aber der Verkehr fließt“, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale.

Starke Einschränkungen im Berufsverkehr gab es aber zunächst nicht. „Es geht etwas langsamer voran, aber der Verkehr fließt“, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale. Der Schulbusverkehr im nördlichen Herzogtum Lauenburg und Kreis Stormarn fiel aus.

Im Raum Lübeck-Travemünde waren nach Angaben der Polizei von Montagabend bis Dienstagmorgen vergleichsweise wenige Unfälle zu verzeichnen:

  • In Lübeck sei am Montag gegen 18 Uhr die Fahrerin eines VW im Bereich der Bundesstraße 76 in den Graben gerutscht. Der bestellte Abschleppwagen habe sich beim Wenden im Schnee festgefahren. Der Einsatz war nach Angaben der Polizei erst gegen 21.30 Uhr beendet.
  • Zu einem weiteren leichten Unfall sei es gegen 20 Uhr in der Lübecker Hafenstraße gekommen.

Ebenfalls zwei leichte Unfälle registrierte die Polizei in Ostholstein gegen 18.20 Uhr und 20.30 Uhr in Ratekau und auf der Landesstraße 184 zwischen Ahrensbök und Curau. Am Montag kam es zudem in Harmsdorf/Ostholstein zu einem Wildunfall und ein parkendes Fahrzeug in Neukirchen sei bei einem Unfall beschädigt worden.

Zu einem schweren Unfall kam es hingegen auf der Autobahn 1. Wie die Polizei berichtet geriet am Montag, gegen 22 Uhr, ein 41-Jähriger mit seinem Sattelzug in Richtung Süden auf winterglatter Fahrbahn ins Schlingern. Die Zugmaschine schlug zwischen dem Autobahndreieck Bad Schwartau und der Anschlussstelle Bad Schwartau rechtsseitig in die äußere Leitplanke. Der Auflieger habe sich seitlich weitergeschoben, sodass dieser quer zu den Farhbahnen zum Stehen kam. Der rechte und der mittlere Fahrstreifen seien dadurch blockiert worden. Der Fahrer und sein 29-jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus. Die Freiwillige Feuerwehr Sereetz musste die ausgelaufenen Betriebsstoffe abstreuen. Nach der Bergung des Fahrzeugs, seien die Fahrbahnen kurz vor 1 Uhr wieder frei gewesen.

Im Hamburger Stadtgebiet kam es während des Berufsverkehrs am Morgen insbesondere im Süden und im Osten zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Die Polizei zählte insgesamt rund 40 Glätteunfälle. im kam es Die Stadtreinigung Hamburg war nach eigenen Angaben seit Mitternacht mit 100 Streuwagen und später mit 800 weiteren Einsatzkräften und 250 Fahrzeugen im Einsatz.

Auf Twitter schrieb die Stadtreinigung dazu:

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Auch im S-Bahn-Verkehr kam es zu vereinzelten Ausfällen und Umleitungen. Betroffen war unter anderem die S2.

Ein Schneeband zwischen Fehmarn und Hamburg brachte in der Nacht allein in Lübeck rund 15 Zentimeter Neuschnee. Nach Angaben der Polizeileitstellen gab es rund ein Dutzend Glätteunfälle in dem Bereich. Starke Einschränkungen im Berufsverkehr habe es jedoch nicht gegeben, hieß es. In den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg kam es wegen der starken Schneefälle jedoch im Busverkehr zu Einschränkungen. Die Schulbusse fuhren teilweise überhaupt nicht. Die Räumdienste waren im Dauereinsatz.

Kinder und Spaziergänger konnten sich dagegen am Dienstag an der weißen Pracht erfreuen. In Hamburger Parks waren Kinder mit ihren Schlitten unterwegs. In Schleswig-Holstein mussten Skifahrer und Snowboarder allerdings ihre Bretter zuhause lassen. Trotz optimalen Winterwetters ist das Skigebiet Bungsberg im Kreis Ostholstein mit seinen 200 Metern Piste und dem Lift „vorübergehend außer Betrieb“, wie es auf der Homepage heißt.

Auch in den kommenden Tagen bleibt es im Norden bitter kalt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD setzt sich der Dauerfrost bis zum Wochenende fort. Dabei soll es am Mittwoch von Nordfriesland über Angeln und der Ostseeküste bis nach Fehmarn Schneeschauer und Schneeverwehungen geben. Entlang der Elbe und in Hamburg soll laut DWD Sonnenschein überwiegen. In der Nacht zum Freitag sollen letzte Schneeschauer abklingen.

Auch wenn die eisigen Temperaturen verlockend sind: Beim betreten von Eisflächen ist nach wie vor Vorsicht geboten. Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes warnte, dass viele Esflächen trotz der Minusgrade zu dünn seien. „Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen“, mahnte Schreck. Dem schloss sich über Twitter auch das THW Eckernförde an:

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Tierschützer appellierten an die Bürger, angesichts der anhalten Kälte wildlebende Vögel nicht nur zu füttern, sondern ihnen auch Wasser anzubieten. In einer einzigen Frostnacht verbrenne ein kleiner Vogel von der Größe einer Meise bis zu 20 Prozent seines Körpergewichts, sagte die Sprecherin der Deutschen Wildtierstiftung, Eva Goris. Für das „extra Glas Wasser“ für Piepmätze eigne sich etwa ein Blumentopfuntersetzer oder alter Suppenteller mit einem flachen Stein in der Mitte als „Landeplatz“.

Auch in den kommenden Tagen bleibt es im Norden bitterkalt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts DWD setzt sich der Dauerfrost bis zum Wochenende fort. Dabei soll es am Mittwoch von Nordfriesland über Angeln und der Ostseeküste bis nach Fehmarn Schneeschauer und Schneeverwehungen geben. Entlang der Elbe und in Hamburg soll laut DWD Sonnenschein überwiegen. In der Nacht zum Freitag sollen letzte Schneeschauer abklingen.

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