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Biike 2017 : Mit Karte: Nordfriesen hoffen auf Regenpause zum Biikebrennen

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An mehr als 50 Orten treffen sich Nordfriesen und Gäste zum Biike-Brennen. Auf einer Karte zeigen wir, wo die Feuer lodern.

Bei nasskaltem Wetter sollen am Dienstagabend in Nordfriesland die traditionellen Biike-Feuer entzündet werden. Nach Angaben der Nordsee-Tourismus-Service GmbH werden in diesem Jahr mehr als 50 hohe Stapel aus Holz, Stroh und Reisig an den Küsten des Festlands sowie auf den Inseln und Halligen nach Einbruch der Dunkelheit in Flammen aufgehen. Allein auf Föhr haben die Gäste die Wahl zwischen 14 Biike-Feuern.

 

Die Veranstalter des ursprünglich heidnischen Spektakels hoffen auf die Hilfe der „Wettergötter“. Zwar haben Meteorologen Sturmböen und Regenschauer vorhergesagt. Doch am Abend lasse der Wind vorübergehend nach, prognostizierte der Deutsche Wetterdienst.

 

„Biike“ ist Sylter Friesisch für „Feuerzeichen“. Das Biikebrennen wird seit dem 19. Jahrhundert in der Nacht zum 22. Februar gefeiert. Es gehört zu den wichtigsten Volksfesten im Norden, die Friesen wollen mit der Biike den Winter vertreiben. Bis zum Jahr 2004 hatten die Schüler auf Föhr am kommenden Tag sogar schulfrei, damit sie ungestört bis in die Nacht mitfeiern konnten. 

Die heidnischen Vorfahren entzündeten ihre Feuer anfangs an langen Stangen. Die heute üblichen großen Feuerstöße werden erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufgeschichtet, als auch die Nordfriesen begannen, ihre Stuben mit Weihnachtsbäumen zu schmücken. Das Biikebrennen endet heute meist mit einem traditionellen Grünkohlessen: typisch norddeutsch mit karamellisierten Kartoffeln, Bauchspeck, Kassler und Kochwurst.

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erstellt am 21.Feb.2017 | 07:35 Uhr

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