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Warnstreiks in SH, Niedersachsen und MV : Metallindustrie will erneut die Arbeit niederlegen

vom
Aus der Onlineredaktion

Fünf Prozent mehr Lohn fordert die IG Metall Küste. Die Arbeitgeber gehen da nicht mit. Die Folge sind neue Ausstände.

shz.de von
erstellt am 01.Mai.2016 | 18:38 Uhr

Die IG Metall Küste hat für Montag erneut zu Arbeitsniederlegungen und Protesten in Norddeutschland aufgerufen. „Wir werden unsere Warnstreiks in der nächsten Woche fortsetzen“, kündigte der IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken am Sonntag auf der Kundgebung zum Tag der Arbeit in Kiel an.

Am vergangenen Donnerstag war die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektronindustrie in Lübeck ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Angebot des Arbeitergeberverbandes Nordmetall lag deutlich unter den Forderungen der Gewerkschaft.

An den ersten Warnstreiks am Freitag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 14.000 Beschäftigte aus 50 Betrieben beteiligt. In Schleswig-Holstein und Nordwestniedersachsen sollen am Montag die Beschäftigten mehrerer Unternehmen in Lübeck, Cloppenburg, Dinklage und Leer kurzzeitig die Arbeit niederlegen.

Erstmals soll es auch in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Protestaktion kommen. Betriebsräte mehrerer Unternehmen wollen zum Verhandlungsführer von Nordmetall, Thomas Lambusch, in Rostock gehen, und symbolisch Geld von den Arbeitgebern verlangen.

Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat dagegen 2,1 Prozent für 24 Monate und eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent angeboten. Am 11. Mai findet im Tarifbezirk Baden-Württemberg die erste Verhandlung in der dann vierten Runde der Tarifgespräche statt.

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