Zwei Spendensammler auf eisiger Fahrt

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03. Juni 2013, 11:50 Uhr

Flensburg/Oldenburg | Drei Monate ununterbrochen auf dem Wasser, 5000 Meilen weit, umgeben von tückischen Eisfeldern - ein wahres Abenteuer haben sich Bernd Mansholt und Janek Plathe vorgenommen. Sie wollen durch die Arktis segeln, so weit in den Norden Grönlands wie möglich. Doch den beiden Norddeutschen geht es dabei nicht nur um den Nervenkitzel, sondern auch um einen guten Zweck. Sie wollen Spenden für das Jugendhospiz "Löwenherz" in Syke bei Bremen sammeln.

Etwa zwei Jahre lang hat Mansholt die Reise vorbereitet. Gestern legten er und Plathe mit ihrer elf Meter langen Segeljacht im Oldenburger Hafen ab. "Die nervliche Anspannung ist groß. Es wird schon ein Abenteuer", sagte der 48-jährige Mansholt.

Drei Monate haben sie vor sich - in enger Koje und mit wenig Schlaf. Unter Wasser lauern Eisschollen, die das Schiff beschädigen können. "Wir haben das Boot am Bug verstärkt. Ideal wäre aber eigentlich ein Eisbrecher", sagte Mansholt. Vor einigen Jahren hat der Oldenburger bereits die Welt umsegelt.

In der Arktis ist er zum ersten Mal unterwegs. Seine Frau wollte ihn nicht allein auf die gefährliche Reise lassen. Deshalb suchte er im Internet nach einem Mitsegler. Es meldete sich Janek Plathe (28) aus Flensburg, Seemann und leidenschaftlicher Segeler.

In einem Logbuch im Internet werden die beiden über ihre Expedition berichten. Über die Homepage sammeln sie auch die Spenden. Als erste Station wollen Mansholt und Plathe Helgoland ansteuern, um Proviant und Treibstoff zu bunkern. Dann soll es immer weiter nach Norden gehen - ohne einen weiteren Hafen anzulaufen. An Bord werden sie in Schichten arbeiten. Wenn einer schläft, steht der andere am Steuer.

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