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Zum Miteinander: 1200 Jahre Grenzgeschichte

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erstellt am 16.Mai.2013 | 01:14 Uhr

rendsburg | "1200 Jahre deutsch-dänische Grenze": Diesem für die Landesgeschichte prägenden Jubiläum widmen Historiker beider Länder ein Buch. Auf 364 Seiten beleuchtet es viele Facetten von Schleswig-Holsteins Verhältnis zu seinem nördlichen Nachbarn über zwölf Jahrhunderte. Gestern hat der Neumünsteraner Wachholtz-Verlag den Band im Historischen Rendsburger Rathaus vorgestellt. Denn an der Eider nimmt auch der Inhalt des Buches seinen Anfang. Der Fluss wird 811 erstmals in einer historischen Quelle als Grenze zwischen dem Fränkischen Reich Karls des Großen und dem im Entstehen befindlichen Dänemark genannt. Hintergrund war ein Friedensschluss zwischen beiden Machtbereichen. "Eine Art Patt-Situation nach mehreren Scharmützeln", erklärte Martin Krieger, Professor für Nordeuropäische Geschichte an der Kieler Christian-Albrechts-Universität und einer der drei Herausgeber. Die Karolinger hätten zu wenige Truppen im Norden gehabt, um dauerhaft in den heute dänischen Bereich vorzudringen, die Vorläufer der Dänen wiederum seien zu schwach gewesen, um die Karolinger vernichtend zu schlagen. Das Herausgeber-Trio vervollständigen Steen Bo Frandsen vom Institut für Grenzregionsforschung in Sonderburg und Frank Lubowitz, Leiter von Archiv und Forschungsstelle der deutschen Minderheit in Dänemark.

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