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Zulauf bei Arbeitnehmerverbänden: „Wir gelten als glaubwürdig“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Von 5000 auf 5500 Mitglieder konnte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im vergangenen Jahr wachsen, so deren Sprecher Karl-Hermann Rehr. „Wir hatten einen Zulauf, das habe ich in den vergangenen 30 Jahren noch nicht erlebt.“ Beigetragen habe dazu ein Rechtsverfahren zum Thema Altersdiskriminierung und der laut Rehr erfolgreiche Tarifabschluss 2013.

Auch die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) verzeichnet in ihren beiden großen Regionen im Norden eine positive Entwicklung. Finn Petersen, NGG-Geschäftsführer der Region Schleswig-Holstein Nord (nördlich der Linie Heide, Neumünster, Kiel) kann im Gesamtzeitraum von 2007 bis 2013 auf einen Anstieg um zehn Prozent auf nunmehr 3269 Mitglieder verweisen. In der Region Lübeck wuchs die Zahl der Mitglieder um 39 auf nunmehr 3766. Die dritte Region Elmshorn-Hamburg schrumpft leicht mit derzeit 7965 Mitgliedern (2012: 7986). Auch Petersen spricht von einem verbesserten Image: „Im Moment haben wir eine gute Position, wir gelten als glaubwürdig, die Medien berichten positiv.“ Man dürfe sich auf den Zahlen nicht ausruhen. Die Leute brauchten eine permanente Ansprache. „Von allein kommen die nicht auf die Idee, einzutreten.“

Im Vergleich nicht ganz so rosig sieht es bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aus: „Den in den vergangenen zehn Jahren anhaltenden Abwärtstrend haben wir immerhin aufgehalten“, erklärt Beate Rache, Leiterin der Geschäftsstelle in Kiel. Durch vermehrte Eintritte hielten sich diese mittlerweile mit den Austritten die Waage, nur durch verstorbene Mitglieder sei die Zahl von Dezember 2012 bis 2013 um weitere 100 auf derzeit 4650 Mitglieder gesunken. Wichtiger Faktor für den derzeitigen Zulauf sei die gute Tarifrunde 2013, die den Mitgliedern bis kommenden April insgesamt sechs Prozent mehr Gehalt sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro bringt.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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