Zahl der Einbürgerungen hat sich in Hamburg verdoppelt

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18. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | In Hamburg hat sich die Zahl der Einbürgerungen innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt. Wurden 2008 noch 2800 Ausländer eingebürgert, so waren es 2012 bereits 5736. Innensenator Michael Neumann (SPD) nannte die Zahlen gestern "erfreulich". Größte Gruppe waren im vorigen Jahr mit 23 Prozent Menschen aus der Türkei. Es folgten Afghanen (16 Prozent), Iraner (sieben Prozent), Russen (fünf Prozent) und Polen (vier Prozent). Auch die Zahl der Beratungsgespräche hat sich in diesem Zeitraum auf 12 154 nahezu verdoppelt.

Seit Ende vorigen Jahres wirbt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) mit einem persönlichen Schreiben bei den rund 137 000 ausländischen Hamburgern für die Einbürgerung. 52 241 Briefe bis zum Buchstaben "K" wurden nach Angaben der Innenbehörde bereits verschickt. Die Einbürgerungszahlen für 2012 liegen mit einem Plus von 97 nur knapp über dem Vorjahresergebnis. Bei den Anträgen gab es dagegen ein Plus von 2734 (36,5 Prozent). Sieben neue Stellen sollen für ein zügiges Abarbeiten der Anträge sorgen. 2012 wurden 7164 Einbürgerungen beantragt, 80 Prozent wurden auch genehmigt. 2008 lag die Genehmigungsquote nur bei 64 Prozent, was laut Innenbehörde häufig durch Verfahrensverzögerungen bedingt war.

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