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Immobilien-Studie : Wohnen in Schleswig-Holstein wird immer teurer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nah am Stadtzentrum, am Wasser gebaut und in bestem Zustand: So wünschen sich Besitzer ihre Wohnungen. Das kostet: Die Miet- und Kaufpreise in den Städten in Schleswig-Holstein steigen um bis zu zwölf Prozent.

Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen – und ein Ende des Höhenfluges ist nicht in Sicht. Allein in diesem Jahr legen die Wohnungspreise im Bundesschnitt zweistellig zu, hat das Institut „Kiel Economics“ im Auftrag des „Manager Magazins“ errechnet. Danach erlebt die Bundesrepublik derzeit den stärksten Preiszuwachs seit 1990. Allein für 2013 rechnen die Experten mit einem Anstieg der Wohnungspreise um mehr als
zehn Prozent. Bis 2017 geht die Preisrallye nach Aussage der Kieler Forscher weiter – allerdings mit abnehmender Tendenz. Für 2014 wird ein Plus von „nur“ noch acht Prozent vorhergesagt. Die Gründe für die anhaltende Dynamik sieht „Kiel Economics“ in niedrigen Zinsen sowie in der hohen Zuwanderung nach Deutschland.

Eine Entwicklung, die auch der Immobilienverband IVD Nord für die großen Städte im Norden bestätigt. „Innerstädtisches Wohnen und Arbeiten gewinnt in Schleswig Holstein weiter an Bedeutung“, erklärte gestern IVD-Vorstandsmitglied Björn Petersen. Selbstnutzer und private Anleger richten demnach ihr Augenmerk verstärkt auf „bevorzugte zentrumsnahe 1A-Lagen, gerne am Wasser“. Hier sei – insbesondere im Eigentumswohnungssegment – erneut mit Preissteigerungen zu rechnen, so Petersen. Zumal viele Städte wachsen. „Mehr Einwohner sorgen auch für gesteigerte Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen.“ Verschärft werde die Lage durch fehlende Neubautätigkeit.

Besonders die Miet- und Kaufpreise im Dunstfeld der Landeshauptstadt Kiel befinden sich weiter im Aufwind. In guten bis sehr guten Lagen mussten bis zu zwölf Prozent mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Ähnliche, wenn auch nicht ganz so große Preisschübe, haben die im IVD-Nord organisierten Makler und Hausverwalter auch in Flensburg und Lübeck sowie in beliebten Ferienhochburgen registriert.

Der Gesamtmarkt in Schleswig-Holstein sei allerdings differenziert zu betrachten – jenseits der großen Städte und Urlaubszentren ist lediglich mit Preisstabilität, in wenig besiedelten Flächen auch mit Preisabfällen zu rechnen.

Inflationsängste und positive Marktentwicklungen sind Argumente für die Immobilie als Investment in „sicheres Betongold“. Vor allem modern ausgestattete Wohnungen sind – auch unter dem Aspekt der Altersvorsorge – laut Petersen gefragt. Zudem spiele das Thema Energieeffizienz bei Immobilienkäufern eine wichtige Rolle.

Entsprechend der Preisentwicklung bei Häusern und Eigentumswohnungen sind auch die Nettokalt-Mieten teilweise kräftig gestiegen. „Der Trend zum Stadtleben bleibt populär, knappe Angebote und steigende Nachfrage diktieren den Preistrend nach oben“, so Petersen.

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erstellt am 27.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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