Ministerin in der Kritik : Waltraud Wendes Rückkehroption: Genug für einen Rauswurf

Bildungsministerin Waltraud Wende hat Albig und den gesamten Landtag hinters Licht geführt. Der Ministerpräsident muss aufpassen. Ein Kommentar von Peter Höver.

shz.de von
19. Juni 2014, 10:00 Uhr

Kiel | Vorweg dies: Wissenschaftsministerin Waltraud Wende wird nicht an die Uni Flensburg zurückkehren. Der Nachdruck aber, mit dem die damalige Präsidentin der Hochschule und Wissenschaftsministerin in spe diese Option vor gut zwei Jahren durchgedrückt hat, macht sprachlos. Vom Tisch ist die Causa Wende deshalb noch nicht. Was die Opposition in den Akten zu der als rechtswidrig erkannten Rückkehroption ausfindig gemacht hat, ist alles andere als eine Petitesse.

Wende hat, so sehen es (nicht nur) CDU, FDP und Piraten, ihr damaliges Uni-Präsidium getäuscht und hat als Ministerin rechtliche Bedenken ihrer Hochschuljuristen gegen ihr Rückkehrrecht in den Wind geschlagen. Nicht zuletzt hat sie Ministerpräsident Torsten Albig und das Parlament lange Zeit hinters Licht geführt. Das alles reicht mehrfach für einen Rücktritt oder Rauswurf.

Und der Regierungschef? Der stellt sich tapfer vor seine auch politisch glücklose Ministerin, unterstellt Kritikern bei alledem allein Böswilligkeit. Albig muss aufpassen, dass die Einschläge, die derzeit noch Wende treffen, nicht bald bei ihm landen.

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