Vorerst keine Asylunterkünfte auf Ex-Recyclinghof

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10. Mai 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Die Wohncontaineranlage mit 80 Plätzen auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs Offakamp in Hamburg-Lokstedt darf vorerst nicht genutzt werden. Das Hamburgische Verwaltungsgericht habe dem Eilantrag einer Anliegerin stattgegeben, die ihre Nachbarschaftsrechte verletzt sah, teilte die Gerichtspressestelle mit. Die Anliegerin hatte sich gegen zwei Baugenehmigungen für die Errichtung und Nutzung einer Wohncontaineranlage mit 80 Plätzen sowie die Nutzung zweier vorhandener Gebäude mit 40 Plätzen zur Unterbringung von Asylbewerbern und Zuwanderern gewandt. Das Verwaltungsgericht stützte seine Entscheidung darauf, dass die Baugenehmigungen voraussichtlich rechtswidrig seien, weil der im Dezember 2010 erlassene Bebauungsplan für das Grundstück und seine Umgebung eine Nutzung als Gewerbegebiet festgesetzt habe. Wohnnutzungen und Ausnahmen für die Zulassung sozialer Einrichtungen seien ausdrücklich ausgeschlossen worden, nicht zuletzt im Hinblick auf die Immissionsbelastung des Gebiets und die Knappheit von Gewerbeflächen. Das zuständige Bezirksamt kündigte Beschwerde gegen diese Entscheidung an. Die Sozialbehörde hatte die ersten Bewohner bereits am Montag einziehen lassen wollen.

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