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16. Dezember 2017 | 22:14 Uhr

Voller Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Seehundjäger“ werden zu Unrecht beschimpft

von
erstellt am 08.Feb.2014 | 00:34 Uhr

Klingt ja gut gemeint: Selbst ernannte Tierschützer fordern im Internet, dass alle kranken Seehunde gesund gepflegt werden und hetzen gegen Seehundjäger. Doch wer nicht völlig weltfremd auf der emotionalen Welle mitschwimmen will, sollte niedliche Knopfaugen ausblenden und sich ein paar Fakten ins Gedächtnis rufen. Erstens: Das Wattenmeer ist kein Streichelzoo. Seehunde sind Wildtiere, die kommen in den meisten Fällen besser klar, wenn sich der Mensch nicht einmischt. Zweitens: Die 40 Menschen, die sich um die Seehunde in Schleswig-Holstein kümmern, haben leider eine irreführende Berufsbezeichnung. Die heißen zwar Seehundjäger, sie jagen aber keine Seehunde. Wer also reflexartig an die von Umweltorganisationen kritisierten Robbenjäger in Kanada denkt, ist auf der falschen Fährte – die Seehundjagd ist in Schleswig-Holstein seit 1974 verboten. Allerdings, liebe „Seehundjäger“: Die Emotionalität, die das Thema Seehund-Schießen mit sich bringt, kennt Ihr doch sicher aus all den vorhergehenden Debatten. Wenn Ihr als Hege- und Pflege-Truppe wahrgenommen werden wollt, ändert endlich Euren Namen.

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