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Vermittler im Konflikt um Krabbenfischerei

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erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Kiel | Im Konflikt um das Ausmaß der Krabbenfischerei im Nationalpark Wattenmeer will Umweltminister Robert Habeck (Grüne) den früheren niedersächsischen CDU-Agrarminister Gert Lindemann als Vermittler einschalten. Er soll helfen, das vorhandene Misstrauen abzubauen.

In einem Brief an die Fischereiverbände schlägt Habeck ein Verfahren vor, mit dem die Fischer das auch von ihnen angestrebte MSC-Siegel für umweltbewussten und nachhaltigen Fang möglicherweise besser erreichen könnten. "Die Landesregierung sieht in der MSC-Zertifizierung einen sinnvollen Weg, die Krabbenfischerei existenzsichernd in die Zukunft zu steuern", schreibt Minister Habeck.

Über ein Forschungsprojekt unter Beteiligung des Landes soll laut Habeck die grundsätzliche Möglichkeit untersucht werden, durch Nichtbefischung einiger ausgewählter Gebiete die Zertifizierung zu erleichtern.

Erst zum Abschluss des Projektes will der Umweltminister dann gemeinsam mit den Fischern den Zwischenstand bewerten. "Dieses Projekt würde also keinerlei Verbindlichkeit auslösen und auch keine Kosten für die Fischerei verursachen", heißt es im Schreiben des Ministers. Ein Termin steht bereits fest: Am 29. August will Habeck in Heide mit den Fischern über das Projekt diskutieren.

Klar ist für ihn aber auch: "Es wird keine Beteiligung des Landes Schleswig-Holstein an solch einer Untersuchung geben, sollten die Fischer dies als Angriff auf sich verstehen." Sie hatten Befürchtungen geäußert, Habeck wolle mit Tricks die sogenannte "Nullnutzungsfläche" im Nationalpark erweitern.

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