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Polizei zieht Bilanz : Vatertag in SH ruhiger als im Vorjahr

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„Deutlich ruhiger, als an normalen Wochenenden“, war der Vatertag vielerorts in Schleswig-Holstein. Die Zahl der Ausschreitungen unter den Feiernden ging in diesem Jahr deutlich zurück – doch friedlich blieb es nicht überall.

Kiel | Der diesjährige Vatertag fiel nach dem Resümee der Polizei deutlich ruhiger aus, als in den Vorjahren. In den meisten Teilen Schleswig-Holsteins und in Hamburg wurden keine nennenswerten Ausschreitungen vermeldet, auch die allgemeine Zahl der Vatertagsumzüge ging nach Informationen der Lübecker Polizei deutlich zurück.

Doch auch in diesem Jahr blieb der massive Konsum von Alkohol Auslöser einiger Konflikte zwischen den Feiernden: So wurde im Eutiner Seepark die Stimmung in den Abendstunden hitziger, konnte jedoch durch zwei Platzverweise zügig beruhigt werden. Auch in der Stadtbucht kam es zu Schlägereien, die durch die Polizei schnell eingedämmt wurden. In Scharbeutz wurden nach Schlägereien insgesamt sieben Personen in Gewahrsam genommen.

In Lübeck zog es einen Großteil der Feiernden auf die Hüx-Wiese, wo die Stimmung am frühen Abend kippte. Nach diversen Schlägereien und massiver Lärmbelästigung wurde die Wiese gegen 22 Uhr teilweise geräumt. Gegen Mitternacht brach hier erneut eine Massenschlägerei los, an welcher zehn Personen beteiligt waren. Dabei wurden auch Einsatzkräfte der Polizei angegriffen.

Kurz nach 19 Uhr kam es auch in Bordesholm zu Krawallen unter alkoholisierten Jugendlichen. Dort versammelten sich rund 120 Feiernde auf der Vogelwiese, wo ein Streit offenbar eskalierte. Im Zuge der Schlägerei wurden mehrere Personen verletzt, darunter zwei Polizisten. Vier der Schläger wurden wegen schwerer Körperverletzung in Gewahrsam genommen.

Die Sylter Polizei wurde unterdessen von einer Gruppe offenbar rechtsradikaler Männer in Schach gehalten. Nachdem sechs 18 bis 33-Jährige am Nachmittag auf dem Gelände des Surf-Cups Besucher bepöbelten und gegen Zeltwände urinierten wurden sie von der Promenade verwiesen. Wenig später wurden drei Personen aus der Gruppe auf der Friedrichstraße in Gewahrsam genommen, nachdem sie dort lautstark rechtsradikale Parolen von sich gaben. Die Täter wurden am Abend von der Insel verwiesen.

Die ansonsten weitestgehend friedliche Stimmung unter den Feiernden ist vor allem auf ein massives Polizeiaufgebot an den Versammlungsplätzen zurückzuführen. „Es war sogar deutlich ruhiger, als an normalen Wochenenden“, hieß es aus der Polizeidienststelle Kiel.

Zurück bleibt ein chaotisches Bild: Viele Versammlungsplätze sind am Morgen von Unrat übersät. Die Ordnungsämter haben die Aufräumarbeiten bereits aufgenommen.

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erstellt am 30.Mai.2014 | 11:46 Uhr

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