zur Navigation springen

Tränenreiche Entschuldigung vor Gericht

vom

Hamburg | Der Lastwagenfahrer, der vor einem Jahr in Hamburg in eine Gruppe von Rennradfahrern gefahren war, hat vor Gericht sein Bedauern über den tödlichen Unfall ausgedrückt. Der 34 Jahre alte Angeklagte, der sich wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht Hamburg-Bergedorf verantworten muss, sagte gestern unter Tränen, wie leid ihm sein Verhalten tue.

Der Kraftfahrer soll im August 2012 im Süden Hamburgs einen Tourenradfahrer überholt haben. Dabei habe er nicht auf eine entgegenkommende Gruppe von etwa 30 Rennradfahrern geachtet, so die Anklage der Staatsanwaltschaft. Der Lkw fuhr in den hinteren Teil der Gruppe, vier Radfahrer stürzten. Ein 33-Jähriger starb.

"Ich habe die Radlergruppe in Dreierreihen entgegenkommen gesehen", beschrieb der Angeklagte den Unfalltag. "Als ich den Blinker zum Überholen des einzelnen Radfahrers gesetzt habe, sind sie alle in Zweierreihen und ganz rechts gefahren." Dann sei ein Radler ausgeschert und mit dem Aufbau seines Kastenwagens kollidiert.

Ein 35-jähriger Zeuge und sein 25 Jahre alter Cousin berichteten, wie der Angeklagte sie gut einen Monat vor dem tragischen Unfall ebenfalls mit geringem Abstand überholt habe. Der 35-Jährige habe ihm deswegen den Mittelfinger gezeigt, woraufhin der Lasterfahrer angehalten und den jüngeren Radler geschubst habe. "Er hat mich gefragt, ob ich mal den Deich runterfliegen wolle", sagte der 25-jährige Zeuge. Der Angeklagte wollte dies nicht kommentieren.

Ein Urteil im Prozess wird nicht vor dem 14. August erwartet.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen