Tourismus-Chefin wirbt für „Glücks-Kampagne“

fju_maj_0203 von
30. Januar 2015, 19:22 Uhr

Die Chefin der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (Tash), Andrea Gastager, hat die 16  500 touristischen Betriebe im nördlichsten Bundesland aufgerufen, die neue „Glücks-Kampagne“ der Tash für das Urlaubsmarketing mit Leben zu erfüllen. „Wir sind darauf angewiesen, dass Sie Lust haben mitzumachen“, sagte Gastager auf der ersten von drei Regionalkonferenzen zur Umsetzung der neuen Tourismusstrategie des Landes gestern in Büdelsdorf.

Breitenwirkung anstelle von ein paar Hochglanzplakaten sei geradezu das Wesen der Kampagne, die Schleswig-Holstein als „Glückswachstumsgebiet“ vermitteln will. „Glück kann keiner künstlich erzeugen“, betonte Gastager. Das Marketing lebe deshalb von authentischen Vorschlägen an Glücksorten und Glücksmomenten. Unter anderem solle daraus eine App entstehen, die eine engmaschige Landkarte von „Glückspunkten“ erzeugt – „nicht von ein paar Touristikern vorgegeben, sondern verortet von unterschiedlichsten Menschen“. Auch real sollten kleine Glücksorte sichtbar sein – etwa indem Ladenbetreiber, Gastronomen oder Vermieter die bei der Tash erhältlichen „Glücks“-Signets verwenden. Das könne ein Aufkleber an einem Verkaufstresen mit Leckereien ebenso sein wie ein Markierbändchen am Liegestuhl. Die Bändchen aus natürlichem Material lösten sich nach 150 Tagen auf. „Es wäre kontraproduktiv, das Land mit Plastik zu überziehen.“

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer erweiterte den Blick auf die auch jenseits des Marketing neue, bis 2030 angelegte Landes-Tourismusstrategie. Damit sie wirke, komme es insbesondere auf ein „Umsetzungsmanagement“ an. Das ist bisher nur bis zum Sommer gesichert. Meyer warb um die verschiedensten touristischen Institutionen als Geldgeber. „Wenn nicht das Land allein die Kosten trägt, fördert dies die Akzeptanz.“ Er stelle jedoch fest: „Diejenigen, die das Umsetzungs-Management besonders gefordert haben, werden eher schmallippig, wenn es um die Finanzierung geht.“

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert