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Tote Babys – Anzeige gegen Klinik auf Sylt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Tod zweier Babys und die Verletzung eines Kindes unter der Geburt, das dadurch eine Behinderung erlitt, haben für die Asklepios-Konzernspitze ein juristisches Nachspiel: „Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, sagte Staatsanwalt Otto Gosch auf Anfrage unserer Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Flensburg sammele nun Fakten. Es geht dabei um drei Vorfälle in der Sylter Klinik in den Jahren 2010 bis 2012, die jetzt aufgeklärt werden müssen. „Im äußersten Fall kann es sich hierbei um fahrlässige Tötung handeln“, so Gosch.

In der Hamburger Zentrale des Asklepios-Konzerns nimmt man die Anzeige und das damit verbundene Ermittlungsverfahren währenddessen ernst: „Die Anzeige kommt überraschend, weil sie eigentlich die Position der Klinik bestätigt, dass es kein ‚Weiter so‘ geben durfte und die Schließung richtig war. Wir können keinerlei strafrechtliches Versäumnis der namentlich genannten Mitarbeiter erkennen. Die Klinik wird die Strafermittlungsbehörden voll unterstützen“, teilte das Unternehmen über einen Sprecher mit.

Die Anzeige wurde von einer Bürgerin auf dem Festland erstattet – und zwar von Alexandra Bruns aus der Gemeinde Schwedeneck an der Ostsee im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die 38-Jährige hat sich in der Vergangenheit bereits für den Erhalt der Geburtshilfe in Eckernförde eingesetzt. Nach eigenen Angaben geht es der mehrfachen Mutter nicht darum, die Sylter Geburtshilfe „zurückzuklagen“, sondern um die Aufklärung der Vorfälle und um die Frage, ob die Asklepios-Geschäftsführung eine Mitschuld an den Ereignissen trifft.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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