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Schlacht auf den Düppeler Schanzen : „Tief mit der Vergangenheit unseres Landes verwurzelt“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wolfgang Bitter engagiert sich in der deutsch-dänischen Geschichte. Der Vorstandsvorsitzende der Itzehoer Versicherungen ist beeindruckt vom Gemälde zum 150. Gedenktag der Schlacht auf den Düppeler Schanzen.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Herr Bitter, die Itzehoer Versicherungen haben es möglich gemacht, dass zum 150. Jahrestag der Schlacht auf den Düppeler Schanzen nicht nur ein Werk des dänischen Künstlers Thomas Kluge entsteht, sondern auch ein deutscher Maler das Ereignis in einem Gemälde verarbeitete. Warum dieses Engagement?
Das Bewusstsein der eigenen Geschichte und Tradition ist eine große Stärke. Es ist die Grundlage von Identität, Kontinuität und Verbundenheit. Das gilt für unser Land und das gilt für uns als Itzehoer Versicherungen. Der älteste Teil unseres Unternehmens reicht mehr als 300 Jahre zurück. Die Brandgilde von 1691, die wir noch heute im Namen führen, existierte zur Zeit der Schlacht bei den Düppeler Schanzen bereits seit 173 Jahren! Wir sind also tief mit der Vergangenheit unseres Landes verwurzelt. Deshalb war es uns ein Anliegen, die Entstehung dieses Kunstwerks, das auf besondere Weise mit der Geschichte unseres Landes Schleswig-Holstein und unseres befreundeten Nachbarlandes Dänemark verbunden ist, zu unterstützen und seinen dauerhaften Verbleib in Schleswig-Holstein zu sichern.

Christopher Lehmpfuhl hat das Werk geschaffen. Sie kennen bislang nur die Fotos des Gemäldes. Gefällt Ihnen das Werk?
Oh ja, es ist großartig – und wenn man sich den historischen Anlass vergegenwärtigt: ergreifend. Voller Unruhe und Spannung. Dabei gefällt mir besonders, dass der Künstler keine moderne Interpretation eines Schlachtenepos gewählt hat, sondern rein auf die Natur zugreift, deren Schönheit die Kämpfenden seinerzeit an den Düppeler Schanzen leider nicht genießen konnten – im Gegenteil zu uns heute. Das kann man sich gar nicht oft genug klar machen.

 

Das Bild hat vor dem Hintergrund des Gedenktages eine besondere Bedeutung. Heute Abend wird es Ministerpräsident Torsten Albig mit Ihnen zusammen im Landtag enthüllen, morgen wird es die dänische Königin beim Festakt in Sonderburg besichtigen. Wo wird das Gemälde später hängen?
Am liebsten hätten wir es natürlich gleich im Foyer unserer Hauptverwaltung in Itzehoe zur Schau gestellt. Dort haben wir ohnehin alljährlich wechselnde Kunstausstellungen. Und Christopher Lehmpfuhl ist dafür bereits als nächster Künstler gesetzt. Leider müssen wir bis 2015 warten, da wir derzeit infolge unseres seit Jahren anhaltendes Wachstum unseren Hauptsitz baulich erweitern und die Baustellensituation eine Ausstellung verhindert. Doch als waschechte Schleswig-Holsteiner haben wir aus dieser Not eine Tugend gemacht. Deshalb wird das Schanzen-Bild als Leihgabe vom 31. August bis 16. November im Rahmen einer Museumsausstellung von Christopher Lehmpfuhl im Eutiner Ostholstein-Museum zu sehen sein. Bis dahin erhält es bereits ab Mitte kommender Woche einen Ehrenplatz im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe.

Und würden Sie auch das Gemälde als Leihgabe herausgeben, wenn dänische Museen anklopfen?
Ja, natürlich. Die Schlacht bei den Düppeler Schanzen ist ein gemeinsames geschichtliches Element der Deutschen wie auch der Dänen. Deshalb ist uns daran gelegen, dass aus beiden Ländern viele Menschen Gelegenheit bekommen, das Bild zu erleben. Und zum Glück, wie wir ja erst kürzlich in Ihrer Zeitung lesen konnten, verstehen sich die Dänen und die Deutschen heute ja so gut wie nie zuvor.
 

Christopher Lehmpfuhl ist in vielen Ausstellungen national und europaweit vertreten, seine Bilder sorgten bei der Ausstellung der „Norddeutschen Realisten“ auf Schloss Gottorf für Aufsehen. Planen die Itzehoer Versicherungen weitere Projekte mit ihm?
Das steht schon fest: 2015 werden wir unsere Jahresausstellung in unserer Zentrale in Itzehoe gemeinsam mit Christopher Lehmpfuhl ausrichten.

Wolfgang Bitter (65),  Diplom-Volkswirt, ist  Vorstandsvorsitzender der Itzehoer Versicherungen. Die Itzehoer Versicherungen haben  das Gemälde von Christopher Lehmpfuhl aufgekauft, das zum 150. Gedenktag der Schlacht auf den Düppeler Schanzen im deutsch-dänischen Krieg gemalt worden ist. Das Bild wird heute  um 18 Uhr im Landtag in Kiel von Ministerpräsident Torsten Albig enthüllt. Morgen, Karfreitag,   wird es bei den offiziellen Feierlichkeiten in Sonderburg  gezeigt. Nach Ostern wird das Schanzen-Bild im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe, und vom 31. August bis 16. November im Eutiner Ostholstein-Museum zu sehen sein.

 



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