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Vermisster Kieler : Taucher suchen Leiche im Nord-Ostsee-Kanal

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Der 45 Jahre alte Tatverdächtige im mutmaßlichen Mordfall des vermissten Kieler Rentners Klaus-Heinrich Just schweigt weiter. Die Polizei sucht mit Fotos des Festgenommenen nach weiteren Zeugen. Möglicherweise wurde die Leiche des Mannes im Kanal versenkt.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 13:44 Uhr

Kiel | Klaus-Heinrich Just wurde umgebracht – daran besteht für Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel kein Zweifel. Doch wo ist die Leiche? Taucher haben am Mittag den Nord-Ostsee-Kanal unter den Levensauer Brücken abgesucht – ohne Ergebnis. Die Polizei hat offenbar Hinweise darauf, dass die Leiche des Rentners in den Kanal geworfen worden sein könnte.

Auf Beschluss des Amtsgerichtes Kiel hat die Kieler Mordkommission jetzt Fotos des 45-Jährigen veröffentlicht, der im dringenden Tatverdacht steht, den seit zwei Wochen vermissten Klaus-Heinrich Just ermordet zu haben. Zu den Vorwürfen schweigt der Festgenommene weiterhin.

Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Kiel laufen auf Hochtouren. Durch die Ausstrahlung des Falles in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" am vergangenen Mittwoch gehen die Beamten jetzt mittlerweile mehr als 70 Hinweisen aus dem gesamten Bundesgebiet nach. Die meisten Hinweise beziehen sich auf den schwarzen Golf GTI.

Nach neuesten Erkenntnissen hat sich der 45-Jährige am Sonntag, dem 6. Oktober, in einem Hotel in der Ortschaft Bartholomä und am Montag, dem 7. Oktober, in der Ortschaft Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg aufgehalten. Durch die Veröffentlichung des Fotos erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise.

Unter anderem wird nach der Fahrtstrecke und den Aufenthaltsorten des Festgenommenen gefragt. Auch der Verbleib der bei den Abbuchungen getragenen Sachen (schwarz-blaue Jacke, schwarzer UVEX Motorradhelm) ist noch unklar. Hinweise können unter der Telefonnummer 0431/1603333 abgegeben werden.

Der Kieler Rentner Klaus-Heinrich Just wird seit dem 4. Oktober vermisst. Gegen 10.30 Uhr hatte er an dem Freitag Kontakt zu einem Bekannten, um 12 Uhr erhielt er noch „Essen auf Rädern“. In der Wohnung des Mannes an der Straße Wippen in Suchsdorf fand die Polizei den Gehstock und Rollator des 82-Jährigen. Trotz intensiver Suche in der Nachbarschaft und in der näheren Umgebung sowie des mehrmaligen Einsatzes von Personensuchhunden fehlt bisher jede Spur. 

Mit der Bankkarte des Vermissten ist nach seinem Verschwinden mehrfach Geld abgehoben worden - unter anderem in Alsleben (Sachsen-Anhalt) sowie in Kiel (Deutsche Bank, Holtenauer Straße 92).  Bilder der Überwachungskamera zeigen eine Person mit blau-schwarzer Jacke und dunklem Motorradhelm - die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den Tatverdächtigen handelt. 

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