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Sylter Chaos-Party: "Wie Kriegsgebiet"

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erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kampen | Der Massenansturm auf die Party an der "Sturmhaube" in Kampen auf Sylt schlägt auch drei Tage später noch Wellen. Während gestern vor dem Restaurant weiter Weingläser und Bierflaschen aufgelesen wurden, gaben sich die Verantwortlichen in der Gemeinde Kampen wortkarg: "Es werden jetzt Gespräche geführt", sagte Bürgermeisterin Stefanie Böhm als Reaktion auf die entgleiste Feier vom Pfingstsonntag, zu der rund 4 000 Gäste kamen. Die nicht angemeldete Veranstaltung war gegen 23 Uhr von Ordnungsamt und Polizei abgebrochen worden. Nun melden sich auch Anwohner wie Corinna Rechel zu Wort, die die Auswirkungen der Großveranstaltung hautnah miterlebt haben: "Es war ein Albtraum. Am Morgen nach der Party sah die Kurhausstraße aus wie ein Kriegsgebiet." Rechels Familie führt seit 1956 eine Pension in direkter Nähe zum Restaurant. "Unsere Gäste waren entsetzt." Auch im Internet fallen viele Reaktionen auf die Party eindeutig aus: So kommentierte etwa eine Nutzerin auf der Facebook-Seite unserer Zeitung: "Das hätte richtig organisiert werden müssen (...) - schwach!" Aber es gibt auch Stimmen, die die Aufregung um die Feier für übertrieben halten: "Ich war die letzte Stunde selber dort. Es war nicht unbedingt schön, aber auch nicht schlimm."

Auch wird die Frage aufgeworfen, wer für Polizeieinsatz und Müllentsorgung aufkommen muss. Mit der Übernahme der Kosten für den Polizeieinsatz braucht der Veranstalter Peter Kliem, der auch den Club Rotes Kliff betreibt, vorerst wohl nicht rechnen. "Solche Einsätze sind nicht kostenpflichtig", erklärte der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizei Westerland, Torsten Biß. Da es keinen Fehlalarm gegeben hätte, habe der Einsatz der öffentlichen Sicherheit gedient.

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