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Studie bescheinigt Elbfähre nach Cuxhaven gute Perspektiven

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erstellt am 15.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Brunsbüttel/Cuxhaven | Seit Monaten wird über eine Neuauflage der Elbefähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven diskutiert. Eine gestern vorgelegte Studie bescheinigt der Linie durchaus Chancen für einen wirtschaftlichen Betrieb. Den Versuch der Verbindung von der Schleusenstadt in die 14 Seemeilen entfernte Stadt an der Elbemündung stellten die damaligen Investoren nach nur anderthalb Jahren im März 2001 wieder ein. Es lohnte sich nicht, hieß es.

Inzwischen, so Gutachter Prof. Dr. Jürgen Lüsch (Foto), hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Steigende Kraftstoffpreise, eine durch anstehende Bauarbeiten über Jahre mehr oder weniger lahmgelegte A 7 bei Hamburg und bessere Hinterlandanbindungen in Cuxhaven gelten ihm als Basis für einen funktionierenden Fährbetrieb. Zu einem ähnlichen Schluss sei auch die Flensburger Förde Reederei in einer eigenen Studie gekommen, so Lüsch.

Politisch gewollt ist die Fährlinie durchaus. Die Wirtschaftsförderer aus Brunsbüttel und Cuxhaven sollen jetzt das Gespräch mit potenziellen Investoren suchen.

Diese müssten zunächst tief in die Tasche greifen. Denn benötigt werden zwei leistungsstarke, 70 bis 90 Meter lange Fähren, die täglich zwischen fünf und 22 Uhr im Stundentakt verkehren und 300 Tonnen Ladung transportieren können. Kosten pro Schiff: bis zu 18 Millionen Euro. Die jährlichen Betriebskosten werden in der Studie mit rund zehn Millionen Euro beziffert. Ohne staatliche Anschubfinanzierung, so Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch, werde es nicht gehen.

Was aus Sicht der Initiatoren auch für diese Route spricht, ist die weiter offene Diskussion um eine feste Elbquerung bei Glückstadt. Bis die realisiert werde, könnte sich die geplante Cuxhaven-Fähre längst etabliert haben. Theoretisch könnte der Betrieb in zwei Jahren aufgenommen werden.

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