zur Navigation springen

Langenfelder Brücke : Stau in Sicht: Lange Geduldsprobe auf der A7

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Baubeginn an der Langenfelder Brücke, Elbtunnel-Sanierung und Brückeninstandsetzung südlich der Elbe – es wird eng.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 13:25 Uhr

Hamburg | Die A7 in Hamburg wird nicht nur zur Baustelle, sonder zu einem echten Engpass. An gleich drei Stellen wird sie in den kommenden Monaten und Jahren ausgebessert. Die Folgen: veränderte Verkehrsführung und Vollsperrungen, Staustress für Reisende aus und nach Schleswig-Holstein.

Langenfelder Brücke

Bereits in der Nacht zu Montag beginnt das größte Projekt mit dem Rück- und Neubau der Langenfelder Brücke. Das rund 400 Meter lange Bauwerk ist nicht breit und tragfähig genug für die noch anstehende Erweiterung auf acht Fahrstreifen und den Lärmschutz. Besonders schwierig: Die Brücke kreuzt 17 Fern- und S-Bahngleise – und sowohl der Betrieb auf der Autobahn als auch auf der Bahnstrecken muss weiterlaufen.

Um dies zu gewährleisten, werden die Standstreifen in beide Richtungen als Fahrbahn genutzt. In den kommenden zwei Wochen finden hierzu die ersten Vorbereitungen statt. Für die Autofahrer bedeutet dies, dass ab Montagnacht die Spuren Richtung Süden schmaler und Richtung Mittelstreifen geführt werden. Ab dem 8. Mai wir dann der Standstreifen in Betrieb genommen. Die gleiche Verkehrsführung wird ab Dienstag, 12. Mai, in Richtung Norden eingerichtet. Ab dem 14. wird dann auch dort der Standstreifen genutzt.

Im Anschluss daran werden nach Angaben der Hamburger Verkehrsbehörde zunächst die Verkehrszeichen und die Beleuchtungen auf dem Mittelstreifen zurückgebaut. Dazu werden einige Vollsperrungen nötig. In den Nächten vom 24. auf den 25. Mai und vom 25. auf den 26. Mai wird die A7 zwischen den Auffahrten Stellingen und Volkspark voll gesperrt werden. Vom 26. auf den 27. Mai ist das Teilstück zwischen Volkspark und Bahrenfeld unbefahrbar. Die Vollsperrungen betreffen beide Fahrtrichtungen und dauern jeweils von 22 Uhr bis fünf Uhr. Einzelne Spuren werden bereits ab 21 Uhr gesperrt.

Von Ende Juni 2014 an beginnt der Rückbau der östlichen Brückenhälfte in Fahrtrichtung Flensburg. Dafür wird der Verkehr mit allen sechs Spuren auf die westliche Brückenhälfte Fahrtrichtung Hannover verlegt. Der Abriss der Langenfelder Brücke bildet den Auftakt des A7-Ausbaus, der die Autobahn in den kommenden 15 Jahren beschäftigen wird.

Elbtunnel

Doch es ist nicht die einzige Baustelle auf der A7 in dieser Zeit. Noch bis zum Sommer ist der Elbtunnel selbst Nadelöhr, da alle Einfahrten neu asphaltiert werden müssen. Des Weiteren hat die Fahrbahndecke der vierten Elbtunnelröhre nach zehn Jahren an Griffigkeit eingebüßt und muss komplett erneuert werden. Vom Sonnabend, 10. Mai, bis 4. Juni wird die dritte und vierte Röhre, vom 10. Juni bis 11. Juli die zweite und dritte Röhre für gesperrt werden. Damit bleiben nur zwei Fahrstreifen je Richtung für den Verkehr frei. Nur über die Pfingstfeiertage werden alle Röhren befahrbar sein. Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bittet um Verständnis: „Der in diesem Jahr beginnende Autobahnausbau zwischen dem Elbtunnel und dem Bordesholmer Dreieck wird trotz aller denkbaren Vorkehrungen Auswirkungen auf den Verkehr haben. Umso wichtiger ist es, dass der Elbtunnel vorher in einen optimalen Zustand versetzt und zu den Hauptverkehrszeiten in allen vier Röhren befahrbar ist.“

Heimfeld

Baustelle Nummer drei erstreckt sich auf der A7 zwischen dem Autobahndreieck Südwest und der Anschlussstelle Heimfeld in Richtung Norden. Hier werden noch bis zum 9. Mai zwei Brücken instand gesetzt. Im Anschluss daran beginnen Arbeiten am Mittelstreifen. Der Umbau der Verkehrsabsicherung von der ersten in die zweite Bauphase beginnt am Sonnabend, 10. Mai. Dazu muss der Verkehr am Wochenende am 10. und 11. Mai jeweils zwei Stunden in beide Fahrtrichtungen von den zurzeit vorhandenen zwei auf einen Fahrstreifen eingeengt werden. Am 13. Mai wird dies zwischen 11 und 14 Uhr noch einmal Richtung Norden der Fall sein. In Fahrtrichtung Hannover stehen am 12. Mai statt zwei wieder drei eingeengte und auf 60 km/h reduzierte Fahrstreifen zur Verfügung und in Fahrtrichtung Hamburg am 15. Mai.

Die Hamburger Verkehrsbehörde warnt vor Staus. „Viele Möglichkeiten das Nadelöhr zu umfahren, gibt es nicht“, bedauert Sprecherin Helma Krstanoski. Aber: „Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil dort immer ein großes Verkehrsaufkommen ist.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen