Sohn gesteht Angriff auf seine Mutter

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03. August 2013, 03:14 Uhr

Hamburg | Ein 30-jähriger Mann hat vor dem Hamburger Landgericht gestanden, seine Mutter mit Messerstichen getötet zu haben. "Aus heutiger Sicht empfinde ich die Tat als furchtbar", sagte er gestern vor Gericht. Er wünsche sich, alles ungeschehen machen zu können. In seiner Erklärung schilderte der Mann seine schwere Depression und seinen Selbsthass.

Am Tattag Mitte Februar hatte er sich wegen seiner "hoffnungslos gescheiterten Existenz" umbringen wollen und bereits einen mehrseitigen Abschiedsbrief geschrieben. Als er seine Mutter damit konfrontiert habe, habe sie "kalt, boshaft und empathiefrei" reagiert. An die blutige Messerattacke könne er sich aber nur "ausschnitthaft" erinnern. Der 30-Jährige muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten.

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