Siegfried Neumann Stiftung fördert medizinische Forschung

shz.de von
24. Juli 2013, 01:14 Uhr

Kiel | "Eigentlich", erzählt Julia Borgwardt-Wolff, "wollte mein Großvater Arzt werden, aber der Zweite Weltkrieg und seine Folgen haben das verhindert." Geld hätte er damals verdienen müssen, da wäre keine Zeit für ein Studium geblieben. Siegfried Neumann, so der Name ihres Großvaters, hätte sich schließlich als Drucker selbstständig gemacht und sei nach schwierigen Anfangsjahren sehr erfolgreich geworden.

"Später wollte er den Menschen etwas zurückgeben, wollte Gutes tun und hat darum 1999 seine Stiftung gegründet", erzählt die Di plom-Designerin, die in dritter Generation, zusammen mit ihrem Vater Kay Dietrich Neumann-Wolff, den Vorstand der Siegfried-Neumann-Stiftung bildet (www. siegfried-neumann-stiftung; Spendenkonto: 53 003 862, HSH Nordbank, BLZ 210 500 00). Der Stiftungszweck liegt in der Unterstützung von Kindern, die wegen Krankheit, Behinderung oder Armut bedürftig sind.

"Das Ziel der Stiftung ist es, Leben zu retten", macht Julia Borgwardt-Wolff deutlich. Neben der finanziellen Beteiligung an Operationen würde die Stiftung daher auch medizinische Forschungsprojekte unterstützen. Dazu gehören Initiativen in Südafrika im Zusammenhang mit der Aids-Hilfe genau so wie die Neu- und Weiterentwicklung von Behandlungs- und Operationsmethoden im Kieler Kinderherzzentrum.

Intensiv beteiligt sich die Siegfried Neumann Stiftung auch am Hilfsprogramm "Brücke für herzkranke ausländische Kinder". Im Berliner Herzzentrum liegen Wartelisten von ausländischen Kindern, die unbedingt operiert werden müssen. Da in deren Heimat weder entsprechend ausgestattete Kliniken noch qualifiziertes medizinisches Personal zur Verfügung steht, werden viele dieser Kinder in Deutschland und auch in Kiel operiert.

Getragen wird die Stiftung durch die Mitglieder, die für das jährliche Stammkapital sorgen, aber auch durch Spenden unzähliger Firmen und Privatpersonen. "Diese Spenden sind sehr hilfreich und ermöglichen uns in vielen Fällen mehr, im Sinne des Stiftungszwecks lebensnotwendige medizinische Hilfe zu leisten. Spenden sind also sehr willkommen."

Nach eingehender Prüfung wird die Stiftung jährlich neu mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen ausgezeichnet. Julia Borgwardt-Wolff ist sich sicher, dass ihr Großvater sehr zufrieden mit der Entwicklung der von ihm gegründeten Stiftung wäre.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen