Service-Mitarbeiter der Asklepios-Kliniken streiken

shz.de von
17. Mai 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Etwa 100 Service-Mitarbeiter der Asklepios-Kliniken haben gestern nach Gewerkschaftsangaben in Hamburg vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Zu den Warnstreiks und dem Protest vor dem Sitz der Geschäftsführung hatte Verdi aufgerufen.

Die Gewerkschaft will die Asklepios Services Hamburg (ASH) dazu bringen, einen Haustarifvertrag für die 900 Beschäftigten abzuschließen. Laut Unternehmen beteiligte sich nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter am Streik.

Der Hamburger Landesbetrieb Krankenhäuser wurde 2007 privatisiert; Reinigung, Küche und Wäscherei wurden ausgelagert. Damit gelte für die Service-Mitarbeiter nicht mehr der Tarifvertrag der Hamburger Krankenhäuser, so die Gewerkschaft. Die Folge seien verschlechterte Vergütungsstrukturen und Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen. "Nicht nur die Vergütung befindet sich auf niedrigstem Niveau. Tarifliche Leistungen wie Zuschläge und Urlaubsgeld fehlen komplett in vielen Bereichen", sagte die Leiterin des Verdi-Fachbereiches Gesundheit und Soziales, Hilke Stein. Mit dem Warnstreik solle Druck gemacht werden für einen Haustarifvertrag, die am 21. Mai fortgesetzt werden. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, die Forderungen von Verdi seien größtenteils schon erfüllt. Am Warnstreik hätten sich 95 Prozent der ASH-Beschäftigten nicht beteiligt. "Deswegen hatte der Streik auch keine Auswirkungen", sagte Konzernsprecher Rudi Schmidt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen