Kreis Stormarn : Schüsse in Havighorst: Opfer kam aus Afghanistan

Die Ermittler am Fundort der Leiche. Spaziergänger entdeckten den Toten am Mittwoch.
Die Ermittler am Fundort der Leiche. Spaziergänger entdeckten den Toten am Mittwoch.

Die Ermittler suchen weiter Zeugen, immer mehr Details zu dem Verbrechen im Kreis Stormarn werden bekannt. Die Obduktion hat ergeben: Das Opfer wurde durch mehrere Pistolenschüsse getötet.

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08. März 2014, 07:00 Uhr

Der Tote, der am Mittwoch auf einem Feldweg im Oststeinbeker Ortsteil Havighorst (Kreis Stormarn) gefunden wurde, stammt aus Afghanistan, hat aber die deutsche Staatsbürgerschaft. Ob seine Herkunft etwas mit der Tat zu tun hat, ist offen. Vieles deutet aber darauf hin, dass der Mann regelrecht hingerichtet wurde. Polizeisprecher Stefan Muhtz: „Die Obduktion hat ergeben, dass das Opfer durch mehrere Pistolenschüsse getötet wurde.“

Bei dem Toten handelt es sich um Massoud A. (29), der mit seiner Familie in Hamburg-Bramfeld lebte. Er hinterlässt eine Frau (30) und zwei Töchter (6 und 10 Jahre). Der junge Familienvater arbeitete seit etwa vier Jahren als Portier im Hotel „Marienthal“ in Hamburg-Wandsbek, war für den Spätdienst an der Rezeption zuständig. Mit dem Gesetz war der junge Mann laut Polizei noch nie in Konflikt gekommen.

Vorigen Dienstag hatte Massoud A. gegen 23.30 Uhr Dienstschluss. Mindestens zwei Männer sollen ihm vor dem Hotel aufgelauert und ihn entführt haben. Im BMW des Opfers ging die Fahrt Richtung Stadtrand und endete schließlich nach etwa zehn Kilometern auf dem Ziegeleiweg in Havighorst, wo Massoud A. erschossen wurde.

Am nächsten Morgen entdeckte eine Spaziergängerin die Leiche auf dem Feldweg, der nur einen Steinwurf von der Hamburger Landesgrenze entfernt ist und von Ortskundigen als Verbindung zwischen Oststeinbek und Hamburg-Lohbrügge genutzt wird.

Der dunkle 1er BMW des Opfers wurde später am Reinbeker Redder neben dem Grundstück eines Autohändlers gefunden. Der oder die Täter waren offenbar mit dem Wagen des Ermordeten geflüchtet und hatten versucht, das Auto in Brand zu setzen, um Spuren zu beseitigen. Die Lübecker Mordkommission wird von der Hamburger Mordkommission unterstützt.

> Die Ermittler suchen dringend Zeugen: Wer hat auffällige Beobachtungen am „Hotel Marienthal Garni“ (Am Husarendenkmal 33) oder am Tatort (Havighorst) gemacht? Hinweise: 0451/1310.

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