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Schüsse an der Reeperbahn - Polizei stoppt bewaffneten Mann

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erstellt am 30.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | "Ich fahr jetzt zum Kiez, lass es krachen, und dann bringe ich mich um." So hatte es Erwin H. dem Taxifahrer gesagt, der ihn in der Nacht zu gestern von Billstedt nach St. Pauli brachte. Sieben Stunden später lief der Lebensmüde mit einer Pistole in der Hand durch das Amüsierviertel, brüllte und drohte mit der Waffe. Passanten flüchteten in Panik. 26 Streifenwagen und das MEK rückten aus, der Polizeihubschrauber stieg kreiste über der Reeperbahn. Nach dramatischen Minuten lag H. schließlich blutend auf dem Asphalt der Seilerstraße. Polizisten hatten ihn mit zwei Schüssen in die Beine außer Gefecht gesetzt.

Polizeisprecher Mirko Streiber: "Der Mann hatte auf die Kollegen gezielt und abgedrückt. Als sich kein Schuss löste, lud er nach." Die Polizisten gaben einen Warnschuss ab, doch H. Schrie nur: "Erschießt mich ruhig" und richtete die Pistole erneut auf die Einsatzkräfte, die daraufhin gezielte Schüsse abgaben. Der 48-Jährige kam ins Krankenaus, Lebensgefahr besteht nicht.

Gegen 10.30 Uhr meldete ein Anrufer aus dem "Elbschloss-Keller" am Hamburger Berg, ein Gast wolle sich erschießen. Streiber: "Als Polizisten den Mann auf der Straße antrafen, fuchtelte er mit der Waffe herum, hielt sie sich an den Kopf und steckte sie in den Mund." Erst später wurde klar, dass es sich um eine Gaspistole handelte. H.s Motiv ist unklar. Dem Taxifahrer hatte er gesagt: "Ich bin unheilbar krank. Ich muss sterben."

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