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Schüler (13) klaut Auto und rammt Streifenwagen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 00:39 Uhr

Ein 13-Jähriger lieferte sich gestern in einem gestohlenen Pkw eine Verfolgungsjagd durch den Kreis Steinburg mit der Polizei. Der Junge aus einer Jugendeinrichtung hatte gegen 11.05 Uhr einer 53 Jahre alten Frau aus Itzehoe die Fahrzeugschlüssel gestohlen und sich hinters Steuer gesetzt.

Er fuhr mit dem Auto in Richtung Poyenberg. Dort wurde er von einem Beamten der Polizei Kellinghusen entdeckt, der mit Blaulicht und Martinshorn hinter dem Fahrzeug herfuhr. 500 Meter vor Hennstedt verringerte der Junge das Tempo, so dass der Streifenwagen an dem Pkw vorbeifahren konnte. Die Laufleiste „Stop Polizei“ ignorierte der 13-Jährige allerdings. Zwar wurde er langsamer, gab dann aber wieder Gas und fuhr mit hoher Geschwindigkeit an dem Streifenwagen vorbei. Mit 80 bis 100 km/h fuhr er durch eine 30er-Zone in Hennstedt und erreichte in Aukrug auf der Landesstraße 121 eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 140 km/h. Als der Polizist wieder vor den Jugendlichen gelangt, rammt dieser den Streifenwagen und fährt über eine Verkehrsinsel wieder zurück Richtung Hennstedt. Der 13-Jährige wird immer schneller – 160 km/h zeigt der Tacho auf geraden Stücken der L121, mit 100 km/h düst er durch Lockstedt. Die Verfolgungsjagd endet erst, als der Junge einer Straßensperre der Polizei hinter der Einmündung L121/Springhoe/Mühlenbarbek ausweicht, in Richtung Mühlenbarbek abbiegt und am Ortseingang zum Stehen kommt – an einer weiteren Straßensperrung.

Über die Motive des Jungen konnte die Polizei gestern noch nichts mitteilen – die Ermittlungen dauern an. Klar ist, dass der 13-Jährige nicht zum ersten Mal mit einem Auto auf Spitztour war. In den vergangenen Wochen fuhr er bereits zweimal mit Fahrzeugen nach Kiel.

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