Hoch geachtet in Europa und Nord-CDU

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19. Januar 2013, 01:14 Uhr

Brüssel/Kiel | Reimer Böge ist seit zwei Jahrzehnten eine Respektsperson in der schleswig-holsteinischen CDU und in der europäischen Politik. Der Kandidat für den Vorsitz der kriselnden Landespartei ist auf der großen internationalen Bühne ebenso zu Hause wie als Landwirt in Hasenmoor im Kreis Segeberg, wo er auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. Dem Naturell des 61-Jährigen entspricht es, dass er eine Bewerbung für den Chefposten der Nord-CDU zunächst ausschloss - und dass er sich nun wohl doch in die Pflicht nehmen lässt.

Schon seit 1989 vertritt er Schleswig-Holstein als Europaabgeordneter in Brüssel und Straßburg. Immer wieder ereilen ihn Rufe aus Kiel. So holte ihn der damalige CDU-Spitzenkandidat Ottfried Hennig in sein Schattenkabinett für die Landtagswahl 1992.

In der EU wurde Böge als führendes Mitglied im Haushaltsausschuss des Parlaments einer der einflussreichsten Europa-Politiker, von 1999 bis 2006 als stellvertretender Vorsitzender und von 2007 bis 2009 als Chef des Gremiums. Schon zuvor war er international bekannt geworden, als er in den 1990er Jahren den Untersuchungsausschuss zur Klärung der Vorfälle um die Rinderkrankheit BSE leitete. Damit gewann er Ansehen über Parteien- und Nationengrenzen hinaus. Als Diplom-Agraringenieur ist Böge Landwirtschaftsexperte. Trotz seiner EU-Karriere blieb Böge verbunden. So ist er Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter und Mitglied im Aufsichtsrat der Vereinigten Tierversicherung Gesellschaft.

Trotz großer Arbeitsbelastung lässt Böge in seinem Geburtsort Hasenmoor noch 40 Hektar in Eigenregie bewirtschaften und hält Kühe. Für Hobbys bleibt außer Lesen kaum Zeit. Und dann nimmt er politische Bücher zur Hand. Er hat zwei Kinder aus erster Ehe. Seine zweite Frau stammt aus Zypern und ist Beraterin.

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