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Schleswig-Holstein hinkt Deutschland-Tourismus hinterher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Kofferpacken für 2013. Zukunftstrends im Tourismus“ – Unter diesem Motto stand gestern der Tourismustag in Lübeck mit 380 Vertretern von lokalen, regionalen und landesweiten Tourismusorganisationen, der Tourismuswirtschaft und der Politik. Schleswig-Holstein, in diesem Jahr das Gastgeberland, konnte dank des sonnigen Juli und August zwar seine Übernachtungszahlen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent steigern. Aber: „Die positiven Zahlen für 2013 dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Schleswig-Holstein unterhalb des Bundestrends entwickelt hat“, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein, Jörg Klimant.

Tatsächlich steuere Deutschland auf einen neuen Übernachtungsrekord zu, sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Und das trotz des Hochwassers, das in einigen Regionen zu Verlusten geführt habe. Insgesamt lag die Zahl der Gästeübernachtungen 2012 bei rund 407 Millionen. Für 2013 rechnet Meyer mit einem Plus von ein bis zwei Prozent.

Frischen Wind soll eine neue Tourismusstrategie bringen, die derzeit unter Federführung der Landesregierung entwickelt wird. Die soll nach Angaben von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) vor der Internationalen Tourismusbörse 2014 vorgestellt werden.

Das Gastgeber-Bundesland will auf dem Tourismustag auch zeigen, „wie schön das Urlaubsland Schleswig-Holstein ist“, so Christian Schmidt, Geschäftsführer der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (Tash). Allerdings: „Auf landesspezifische Themen und einen eigenen Tourismustag haben wir in diesem Jahr bewusst verzichtet“, sagt Schmidt. Den wird es wieder in zwölf Monaten geben. Dann wird das Thema „Erreichbarkeit“ eine große Rolle spielen. Denn vom kommenden Jahr an wird die A7 in Schleswig-Holstein und Hamburg für einige Jahre zur Dauerbaustelle. Nicht nur Pendler, auch Urlauber werden dann im Stau feststecken. Einen Vorgeschmack auf das drohende Verkehrschaos bietet derzeit die Teilsperrung der Rader Hochbrücke.

„Passieren muss schon viel früher etwas. Alle Bauarbeiten müssen so gut wie möglich aufeinander abgestimmt werden. Dazu brauchen wir die bestmögliche Kommunikation und Information für unsere Urlauber“, fordert Schmidt. Genau in diesen Punkten gab es in den vergangenen Wochen deutliche Mängel. Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für das Baustellenland Schleswig-Holstein hält der Chefvermarkter des Landes für überflüssig. „Schließlich haben wir ein Ministerium, in dem die Bereiche Tourismus und Verkehr vereint sind. Das Thema „Infrastruktur“ muss auch für die Tourismusstrategie 2020 ausreichend beachtet werden“, sagt Schmidt.

Einen großen Auftritt für Schleswig-Holstein gab es dann doch noch gestern Abend: Zum zweiten Mal wurde in fünf Kategorien der Tourismuspreis Schleswig-Holstein verliehen. Es gab 61 Bewerber.

Die Träger des ADAC Tourismuspreises 2013 sind in den fünf Kategorien sind:


Marketingkampagne: Innenmarketingkampagne „Ich bin ostsee* Schleswig-Holstein“ des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V.


Qualitätsentwicklung: „Aktion Schildbürger“ – Initiative zur Überprüfung der fahrradtouristischen Beschilderung im Kreis von Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH zusammen mit Kreis und Kommune, Wirtschaft und Tourismus sowie Nutzern


Touristische Produkte: Hochseilgarten Altenhof bei Eckernförde in Kooperation mit der FördeAkademie Steinfurt


Infrastruktureinrichrungen: Familienlagune Perlebucht (Kreis Dithmarschen)


web.tour.sh: Lübeck und Travemünde Marketing GmbH mit ihren Internetauftritten www.travemuende-tourismus.de und www.luebeck-tourismus.de

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erstellt am 25.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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