Riesiges Loch im Unglücksfrachter

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07. November 2013, 00:31 Uhr

Die Bergung des im Nord-Ostsee-Kanal leckgeschlagenen Düngemittelfrachters „Siderfly“ ist geschafft. Neun Tage nach der Kollision wurde der Unglücksort nahe der Brunsbütteler Hochbrücke geräumt. Zwei Schlepper zogen den 100 Meter langen Havaristen gestern zum Brunsbütteler Hafen. Dort soll das Leck repariert werden. Am 28. Oktober war das Schiff bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Frachter beschädigt worden und drohte zu sinken. Allerdings waren das Leck offenbar weniger schlimm als zunächst gedacht. Hinter dem rund zwei mal sieben Meter großen Loch in der Außenwand entdeckten die Bergungsexperten in der Wand des Laderaums nur einen wenige Zentimeter breiten Riss, sagte der Sprecher des Havariekommandos Cuxhaven, Michael Friedrich. Unterdessen hat es erneut ein Malheur gegeben. Ein Holzfrachter unter der Flagge von Antigua und Barbuda hat gestern am späten Abend in der Kieler Förde kurz vor der Kanal-Einfahrt einen Teil seiner Ladung verloren. Das 82 Meter lange und 12,5 Meter breite Schiff bekam aus zunächst unbekannten Gründen Schlagseite. Die Ladung geriet ins Rutschen; vom Oberdeck gingen 500 Kubikmeter Schnittholz und ein Seemann über Bord. Der 35-Jährige konnte schnell gerettet werden. Er kam leicht unterkühlt ins Krankenhaus.

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