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SPD : Ralf Stegner wird stellvertretender Parteivorsitzender

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Der Posten des neuen Generalsekretärs der SPD soll wieder von einer Frau besetzt werden. Der bisher als Favorit für dieses Amt gehandelte Stegner muss daher zurückstecken.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2013 | 13:53 Uhr

Kiel/Berlin | Der schleswig-holsteinische SPD-Landeschef Ralf Stegner soll stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden. Das sagte Parteichef Sigmar Gabriel am Sonntag in Berlin. Ursprünglich galt Stegner als Favorit für die Nachfolge von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Nach deren Wechsel ins Bundeskabinett solle der zweitwichtigste Parteiposten aber wieder von einer Frau übernommen werden, sagte Gabriel. Damit Stegner stellvertretender SPD-Chef werden kann, muss die Zahl der Vizeposten von fünf auf sechs aufgestockt werden. Stegner soll am 26. Januar auf einem außerordentlichen Parteitag gewählt werden.

Gabriel sagte vor Journalisten: „Sie alle wissen, dass Ralf Stegner und ich eng zusammenarbeiten.“ Trotzdem habe die Partei nach der Bundestagswahl eine intensive Debatte über die Frage geführt, dass in der SPD die Alltagsgesichter zu männlich seien. „Und man kann nicht immer in der Analyse übereinstimmen und dann, wenn's zum Schwur kommt, wieder das Gegenteil machen.“

Stegner reagierte per Twitter positiv auf den neuen Posten: „Freue mich, daß Parteivorstand mich einstimmig als stv. Parteivorsitzenden nominiert hat. Will mich kümmern, daß SPD Profil geschärft wird!“

Dafür wechselt eine Hamburgerin nach Berlin: Aydan Özoguz wird neue Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration. Gabriel würdigte die stellvertretende SPD-Vorsitzende als erste Frau mit türkischen Wurzeln am Kabinettstisch. Seit 2005 hatte diesen Posten im Kanzleramt die CDU-Politikerin Maria Böhmer besetzt. Özoguz  ist seit 2009 Bundestagsabgeordnete und seit 2011 stellvertretende SPD-Vorsitzende. Die 46-Jährige hatte die Hamburger SPD als Spitzenkandidatin in den vergangenen Bundestagswahlkampf geführt.

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