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Radikale bedrohen muslimischen Gebetsverein

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erstellt am 06.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Lübeck | Die Lübecker Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung gegen eine Gruppe von zehn Personen. Die Beamten waren am Sonnabend mit mehreren Funkstreifenwagen zu einem Einsatz in die Innenstadt gerufen worden, weil sich die zehnköpfige Gruppe unerlaubt Zutritt zu einem Gebäude verschafft und die anwesenden Bewohner und Gäste bedroht haben soll, teilte die Polizei mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren die mutmaßlichen Eindringlinge allerdings bereits wieder verschwunden.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Gebäude um die Räume eines muslimischen Gebetsvereins. Die Eindringlinge seien möglicherweise Salafisten. Sie seien während des offenen Wochenendgebets in das Haus eingedrungen und hätten die Anwesenden eingeschüchtert. Den "Kieler Nachrichten" zufolge hätten die Salafisten die Mitglieder des Al-Amanah-Gebetsvereins bedroht, weil diese sich zuvor öffentlich von den Aktionen der Salafisten distanziert haben.

Die Zeitung berichtet auf ihrer Webseite weiter, die Polizei sei am Sonnabend zur Überprüfung der zehn Eindringlinge zu einer Salafisten-Moschee ausgerückt. Dort seien die Beamten auf eine Gruppe von bis zu 60 Menschen getroffen, die in Richtung Innenstadt unterwegs waren. Die Polizisten hätten die Personalien festgestellt und sich anschließen zurückgezogen.

Die Polizei wollte die Medienberichte gestern weder dementieren noch bestätigen. Ein Sprecher gab an, die Staatsanwaltschaft Lübeck werde sich zu Wochenbeginn zu den Vorfällen äußern. In der kommenden Woche wollen die Beamten Videoaufzeichnungen auswerten, die ihnen vom Hauseigentümer übergeben wurden.

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