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Blitz-Marathon im Norden : Polizei stoppt Raser mit 163 km/h auf Rader Hochbrücke

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Der Blitz-Marathon hat am Donnerstag für deutlich langsameren Verkehr auf den Straßen in Hamburg und Schleswig-Holstein gesorgt - doch es gab auch einige Ausreißer.

Kiel | Der Blitzmarathon hat am Donnerstag für deutlich langsameren Verkehr auf den Straßen in Hamburg und Schleswig-Holstein gesorgt. Nach der Ankündigung der Aktion erwischte die Polizei nur wenige Raser. Und das sei ganz in seinem Sinne, sagte der Leiter der Hamburger Verkehrsdirektion, Karsten Witt, bei der Einsatzbesprechung in den frühen Morgenstunden. „Es wäre ein Riesen-Erfolg für uns, wenn wir ohne Ergebnis von den Kontrollen zurückkommen. Hauptsache, das Anliegen bleibt nachhaltig in den Köpfen.“ Deshalb waren die 500 Kontrollpunkte im Vorfeld bekanntgegeben worden.

„Wir beobachten einen auffällig ruhigen Fahrstil“, sagte auch der Sprecher der Landespolizei Schleswig-Holstein, Lothar Gahrmann. Deutliche Ausreißer: drei Dänen, die offenbar von der angekündigten Aktion nichts mitbekommen hatten. Einer hatte die Rader Hochbrücke nach Polizeiangaben mit 163 km/h statt der erlaubten 60 km/h passiert. 1800 Euro musste er als Sicherheit hinterlegen. Zwei weitere erwischte die Polizei bei Flensburg mit jeweils 95 statt 50 Stundenkilometern.

 

Kuriosum: Auf der Autobahn 1 bei Lübeck wurde ein Geisterfahrer auf einem Fahrrad entdeckt. Die Beamten luden den Bad Schwartauer ins Auto, sein Fahrrad dazu, und setzten beide zusammen auf der nächsten geeigneten Straße aus. In der Ahrensburger Straße in Hamburg fuhren in drei Stunden etwa 2000 Autos an den Beamten vorbei. Nur zwei waren zu schnell unterwegs. „Aber nicht wirklich schnell“, schränkt Hamburgs Polizeisprecherin Sandra Levgrün ein. „67 Stundenkilometer, das war das Schnellste.“ In der Saarlandstraße waren unter 1553 Autos 23 zu schnell. „Insgesamt stellen wir eine sehr defensive Fahrweise fest.“ 

Bei unangekündigten Kontrollen sei die Beanstandungsquote deutlich höher, sagte Polizeisprecherin Levgrün. Wo am Donnerstag doch mal ein Autofahrer zu schnell fuhr, seien die Ausreden immer die gleichen gewesen: „Eigentlich weiß ich es ja; ich habe geträumt; ich war abgelenkt“, zitierte die Sprecherin.

522 Beamte waren in Hamburg unterwegs, 333 in Schleswig-Holstein. Zusammen kontrollierten sie ab Donnerstagmorgen (6 Uhr) an 500 Stellen für 24 Stunden den Verkehr. Die Kontrollen im Norden waren Teil des ersten bundesweiten Blitzmarathons. Knapp 15.000 Polizisten maßen an mehr als 8700 Orten die Geschwindigkeit und klärten die Raser über Gefahren auf. 

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erstellt am 10.Okt.2013 | 07:20 Uhr

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