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Plutonium wird nach Brokdorf gefahren

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erstellt am 21.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | Der Schreck über das Feuer auf einem Schiff mit atomarer Ladung im Hamburger Hafen hat sich kaum gelegt, da verkündet die Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt" die nächste Hiobsbotschaft. Danach soll für die kommenden Tage ein Straßentransport mit plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen vom belgischen Dessel zum schleswig-holsteinischen Brokdorf (Kreis Steinburg) geplant sein. Anders als herkömmliche Brennelemente bestehen die Mox-Elemente nicht nur aus Uran in Form von reinem Urandioxid. Stattdessen enthalten diese Mischoxid-Brennelemente neben Urandioxid auch ein weiteres Oxid, meist Plutoniumdioxid. Die insgesamt zwölf Elemente des geplanten Transports sollen nach Informationen von "Ausgestrahlt" 200 Kilogramm Plutonium enthalten - eine Menge, mit der sich "25 Atombomben vom Nagasaki-Typ bauen ließen und das schon in allerkleinsten Mengen tödlich ist", warnt Jochen Stay, Sprecher der Organisation. Als besondere Gefahr sieht er es an, dass die Brennelemente auf der Straße und zudem direkt duch die Millionenstadt Hamburg transportiert werden sollen. Schließlich sei Plutonium hochtoxisch, "eine Dosis im zweistelligen Milligrammbereich ist für Menschen tödlich", sagt Stay. Es fehlten Katastrophenschutzpläne für Unfälle mit einem Mox-Transport. Stay: "Das ist nicht nur bei Verkehrsunfällen ein unverantwortbares Risiko." Eine Bestätigung für den Transport gibt es bislang von offizieller Seite nicht.

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