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Krebsfrüherkennung in SH : Pinneberger sorgen am besten vor

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Im Kreis Pinneberg nutzen mehr Menschen die Krebsfrüherkennung als anderswo in Schleswig-Holstein. Im bundesweiten Vergleich belegt das nördlichste Land einen der hintersten Ränge.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 14:42 Uhr

Kiel | Im Kreis Pinneberg gehen mehr Frauen und Männer zur Krebsfrüherkennung als anderswo in Schleswig-Holstein. Dieses Ergebnis hat die Krankenversicherung Barmer GEK in ihrem Ärztereport 2014 veröffentlicht, nachdem sie die Häufigkeit der von Ärzten abgerechneten Untersuchungen analysiert hatte. In Pinneberg nehmen 42,7 Prozent aller Frauen und 12,1 Prozent aller Männer die Untersuchungen in Anspruch. Am seltensten gehen die Frauen im Kreis Steinburg (36,6 Prozent) und die Männer im Kreis Dithmarschen (8 Prozent) zur Krebsfrüherkennung. 

Im Vergleich der Bundesländer belegen Schleswig-Holsteins Männer mit einer Untersuchungsrate von 10,2 Prozent vor Schlusslicht Saarland (9,9 Prozent) gemeinsam mit Männern in Bayern (10,2 Prozent) einen der hintersten Ränge. Die Frauen liegen mit einer Rate von 40,8 Prozent im Mittelfeld. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen liegen die schleswig-holsteinischen Untersuchungsraten unter dem Bundesdurchschnitt (Frauen 41,2 Prozent/Männer 11,5 Prozent).

Grundsätzlich gilt für die meisten Krebsarten: Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Nach Auskunft der Deutschen Krebshilfe gilt das insbesondere für Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms, des Gebärmutterhalses und der Prostata. Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Übernommen werden deshalb bei Frauen unter anderem die Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane ab dem 20. Lebensjahr, zusätzliche Tastuntersuchungen der Brust ab dem 30. Lebensjahr und die Teilnahme am Mammographie-Screening zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr. Für Männer gibt es ab dem Alter von 45 Jahren Tastuntersuchungen der Prostata sowie eine Inspektion des äußeren Genitals. Seit dem 1. Juli 2008 wird außerdem bundesweit ein Screening für Hautkrebs angeboten. Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung der gesamten Körperoberfläche.

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