Physik-Lehrer Münch brennt für seine Fächer

Immer für seine Schüler da: Thomas Münch wurde gestern in Berlin mit dem „Deutschen Lehrerpreis“ ausgezeichnet.
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Immer für seine Schüler da: Thomas Münch wurde gestern in Berlin mit dem „Deutschen Lehrerpreis“ ausgezeichnet.

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26. November 2013, 00:33 Uhr

„Ich bin Überzeugungstäter, gehe sehr gerne in die Schule“. – Und das spüren die Schüler von Thomas Münch (31) jeden Tag. Gestern nun wurde der Pädagoge, der an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) unterrichtet, in Berlin mit dem Deutschen Lehrerpreis 2013 ausgezeichnet. Ein Schüler, der vor zwei Jahren sein Abitur machte und heute Jura in Göttingen studierte, hatte Münch für die Wettbewerbskategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ vorgeschlagen.

„Herr Münch brennt für seine Fächer“, lobte ein Schüler den Lehrer, der Chemie und Physik unterrichtet. Diese Wissenschaften zu vermitteln, ist oft kein leichtes Unterfangen, wie der Pädagoge erzählt. Sind die Physik-Anfänger noch mit Begeisterung bei der Sache, lässt die Motivation mit den zunehmenden Schwierigkeitsgraden meist nach. Doch Münch gelingt es immer wieder, so erzählen Schüler, mit Spaß und vielen Versuchen den Unterricht spannend zu gestalten. Er arbeitet zum Beispiel mit Videotechnik, wenn es darum geht, die Bahnkurven eines Hochspringers zu analysieren oder lässt die Schüler schon mal den Film „Herr der Ringe“ schauen, um danach den Sprung über eine Schlucht zu berechnen.

Nicht weniger langweilig geht es im Chemieunterricht zu, wo im Labor tüchtig experimentiert wird. Mit Begeisterung wurde eine Schüler-Firma gegründet, die Gummibärchen produzierte. „Wir haben eine richtige Aktiengesellschaft auf die Beine gestellt und im Unterricht tatsächlich Gummibärchen hergestellt“, erklärt Münch, der durch seine offene und jugendliche Art ein gutes Verhältnis zu seinen Schülern pflegt.

Ein Schüler schrieb an die Jury: „Es war ihm möglich, zu vielen Schülern ein persönliches Verhältnis aufzubauen und auch nach deren Abitur aufrecht zu erhalten.“ Münch selbst meint: „Ich denke, ich habe einen guten Kontakt zu den Schülern, weil ich ihre Probleme und sie selbst ernst nehme.“

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