Oben neu, unten neu: Schönheitskur fürs Planetarium

Beliebtester Astroturm in Deutschland: Das Planetarium  im Stadtpark wird für 5,7 Millionen Euro aufgefrischt. Oliver Görnandt
Beliebtester Astroturm in Deutschland: Das Planetarium im Stadtpark wird für 5,7 Millionen Euro aufgefrischt. Oliver Görnandt

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05. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Hamburgs Sternentheater ist auf dem Weg zu neuen Ufern: Das Planetarium in Winterhude wird ab diesem Jahr für knapp sechs Millionen Euro saniert. Zugleich greift das Planetarium auch auf hoher See nach den Sternen. Ab März wird Direktor Thomas W. Kraupe auf der Aida-Stella Kreuzfahrtgästen bei Vorträgen und Workshops den Kosmos näherbringen. Hamburgs Astroturm ist mit 340 000 Besuchern im Jahr Deutschlands beliebtestes Planetarium, das dazu mit seiner Vorführtechnik Weltspitze darstellt.

Investiert werden muss vor allem in die marode Bausubstanz des ehemaligen Wasserturms am Rande des Stadtparks. Das Gebäude aus dem Jahr 1930 krankt am Dach. Wegen einer fehlenden Dämmung kommt es immer wieder zu Wassereinbrücken über die Betonschale der imposanten Kuppel. Mit der Flickschusterei der vergangenen Jahrzehnte sei es nicht mehr getan, heißt es aus der Kulturbehörde. Die marode Dacheindeckung soll komplett runter und durch eine belüftete Kupferkonstruktion ersetzt werden.

Zugleich will die Stadt das Gebäude so ausbauen, dass zusätzliche Nutzungen möglich werden. Bislang seien nur ein Drittel der Räume zugänglich, sagt SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Auf Antrag seiner Fraktion hat die Bürgerschaft Sanierungs- und Modernisierungsmittel in Höhe von 5,7 Millionen Euro bewilligt.

Der Löwenanteil von 4,5 Millionen Euro entfällt auf den Ausbau des bisher nicht genutzten Sockels. Dieser wird so umgestaltet, dass dort ein Restaurant/Cafe, Mitarbeiterbüros, ein Seminarraum sowie Verkaufsräume entstehen können. Dabei sollen auch die arkadenartigen Stützelemente wieder zum Vorschein kommen. Und schließlich soll Besuchern künftig das Treppensteigen zum Eingang erspart bleiben. Beim Sockelumbau entstehen ebenerdige und damit barrierefreie Zugänge. Der Umbau soll im Frühjahr beginnen. Der Betrieb wird während der Bauphase mit Einschränkungen fortgesetzt, so die Kulturbehörde. Ab Sommer könnte auch eine viermonatige Schließung nötig werden. Für Schulklassen gibt es währenddessen ein mobiles Planetarium in Form eines aufblasbaren Riesen-Iglus. Zum 100. Geburtstag des Stadtparks 2014 soll das frisch sanierte Planetarium dann wieder uneingeschränkt geöffnet sein.

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