Nordkirche: Synode künftig online

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15. Juni 2014, 15:49 Uhr

Die Nordkirche geht online: Erstmals sollen im Herbst Teile der Verhandlungen der Landessynode live im Internet übertragen werden. Das beschlossen die in Travemünde versammelten Mitglieder der Landessynode am Sonnabend mit großer Mehrheit. Zuvor hatten einzelne Delegierte vor möglichen Folgen gewarnt: Auf Außenstehende könnten die Beratungen der Synode einen „katastrophalen Eindruck“ machen, so der Kieler Universitätsprofessor Matthias Nebendahl.

Schwerpunktmäßig hatte sich das Kirchenparlament mit den mehr als 30 Partnerschaften beschäftigt, die die Nordkirche mit Partnern weltweit verbinden. In einer Resolution äußerten sich die Synodalen zur Lage in der Ukraine. „Wir bitten und wir beten, dass der breite nationale Dialog trotz immer wieder ausbrechender Gewalt zwischen allen Ukrainerinnen und Ukrainern unterschiedlicher Sprache und Herkunft gelingt und niemand um seine Sicherheit Angst haben muss“, heißt es in einem „Wort zur Situation in der Ukraine“, das die in Travemünde tagende Landessynode nahezu einstimmig verabschiedete. „Wir beten für einen eigenen Weg der Ukraine,den die Menschen dort in freier Selbstbestimmung wählen und an dem jede und jeder mitwirken darf.“ Daneben verabschiedeten die Kirchenparlamentarier mehrere Kirchengesetze, die unter anderem das Führen von Dienstsiegeln sowie die Besetzung kirchlicher Disziplinargerichte regeln sollen.

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