Kegelrobbe bei Westerhever : „Nikolausi“ – sturmzerzaust, aber gerettet

Ein Kegelrobbenbaby verschlug es im Sturm nach Westerhever.
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Ein Kegelrobbenbaby verschlug es im Sturm nach Westerhever.

Eine kleine Kegelrobbe liegt bei Westerhever am Strand - während des Sturms verschlug es das Jungtier mit seiner Mutter dorthin. Normalerweise kommen Robben nur äußerst selten nach Eiderstedt.

shz.de von
11. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Westerhever | Auch Jungnamensand bei Amrum, neben der Helgoländer Düne das zweite Kegelrobben-Revier an der Westküste, wurde von den schweren Sturmfluten überflutet. Die Tiere flüchteten und mussten sich sichere Plätze im Wattenmeer suchen. Ein Baby und ihre Mutter entdeckte Küstenschützer Dieter Geertsen auf einem Routine-Kontrollgang am Nikolausmorgen in der Nähe des Westerhever Leuchtturms. Sofort organisierte Seehundjäger Karl-Heinz Hildebrandt gemeinsam mit dem Schutzstation-Biologen Rainer Schulz eine flexible Ruhezone: Freiwillige Helfer der Schutzstation harrten bis zur Dunkelheit in der Nähe aus und lotsten Spaziergänger um beide Tiere herum, damit die Kegler-Mama ihr Baby in Ruhe säugen konnte. Nach einem Tag beendeten die Naturschützer ihre Aktion erfolgreich. „Nikolausi“, wie das Junge getauft wurde, hatte sich mit seiner Mutter auf die Suche nach einem besseren Liegeplatz im Nationalpark gemacht.

Die Patrouillen wurden aber fortgesetzt. „Kegelrobben-Babys sind auf Eiderstedt sehr selten zu beobachten“, erklärt Biologin Silvia Gaus, die das Kegelrobben-Programm der Schutzstation leitet.

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