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Neue Elbfähre soll A7 entlasten

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Weiterbau der A 20 mit Elbquerung steht in den Sternen – die Fähr-Pläne eines Hamburger Schiffsausrüsters können nur marginal Abhilfe schaffen

Fähre statt Elbtunnel: Eine neue Fährverbindung über die Elbe zwischen Jork (Landkreis Stade) und Wedel (Kreis Pinneberg) soll Berufspendlern der Region sowie Touristen den Umweg über die Autobahn A 7 ersparen. „Derzeit läuft der Entscheidungsprozess in den zuständigen Gremien und Behörden.

„Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Betrieb im Frühjahr 2016 aufgenommen werden“, teilte der Hamburger Schiffsausrüster Becker Marine Systems auf der eigens eingerichteten Internet-Plattform „Elblinien“ mit.

„Die Fähre soll kein Autobahn-Ersatz sein und kann es allein von ihrer Kapazität her nicht“, teilte das Unternehmen mit. Geht es nach den Projektplanern, könnten bereits ab Frühsommer 2016 zwei Fährschiffe zwischen beiden Elbseiten verkehren. Im Halbstundentakt soll es von einem entstehenden BusinessPark in Wedel zum Anleger Wisch nahe des alten Fährhauses Kirschenland in Jork im Obstanbaugebiet Altes Land gehen. Befördert werden können Autos, Lieferwagen, Wohnmobile, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger. Bis zu 60 Fahrzeuge und 200 Passagiere soll ein Schiff pro Fahrt aufnehmen können. Durchschnittlich 900 Pkw könnten so über die Elbe transportiert werden. Auf Lkw-Transport sollen die Schiffe nicht ausgelegt werden.

Warum setzt sich ein Schiffsausrüster für dieses Vorhaben ein? Becker Marine Systems will die Fähre mit Motoren ausrüsten, die mit flüssigem Erdgas (LNG) statt Diesel oder Schweröl angetrieben werden. Diese LNG-Technologie soll in der Schifffahrt zukunftsweisend werden, um Passagiere und Fracht umweltschonender zu transportieren. Bei dieser Technologie werden keine Schwefeloxide und Rußpartikel mehr ausgestoßen, Stickoxide und Kohlendioxid werden reduziert. Das Investitionsvolumen für das Projekt „Elblinie“ liegt dem Unternehmen zufolge im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Geplant ist, die jetzige Lühe-Schulau-Fähre mit einzubinden. Erste Verhandlungen bezüglich einer Übernahme mit den beteiligten Kommunen – Wedel hält 20 Prozent an der Gesellschaft – laufen bereits. Becker Marine Systems ist nach eignen Angaben bereit, selbst im zweistelligen Millionenbereich in das Projekt zu investieren. Das Hamburger Unternehmen will auch nordfriesische Inseln mit zwei LNG-Fähren anlaufen, hat aber noch keinen Hafenzugang. Dieses Vorhaben läuft seit 2012.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 13:01 Uhr

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