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Nach tödlicher Schlägerei: Verdächtige auf freiem Fuß

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erstellt am 15.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Westerland | Der Tod des japanischen Kochs Miki Nozawa erschüttert die Insel Sylt: Der 57-Jährige war am Montagvormittag verstorben, nachdem er in der Nacht zu Sonntag in einer Westerländer Table-Dance-Bar in eine körperliche Auseinandersetzung mit zwei Männern geraten war. Die beiden Beschuldigten (36 und 50 Jahre alt) leben auf Sylt, bestätigte Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt, und sind weiterhin auf freiem Fuß: "Für einen Haftbefehl brauchen wir einen dringenden Tatverdacht und einen Haftgrund". Doch bisher sei noch nicht klar, was sich vor der Bar genau abgespielt habe. Sie bestätigte, dass es bei dem Konflikt nach derzeitigem Stand der Ermittlungen um das Essen des Kochs gegangen ist. Nach Informationen unserer Zeitung waren die beiden Männer mit dem Essen unzufrieden, das sie am frühen Abend in seinem Imbiss beim Westerländer Bahnhof gegessen hatten. Später trafen sie Nozawa in der Bar in der Innenstadt wieder, wo daraufhin zunächst ein Streit im Innenraum entbrannte. Zum tödlichen Konflikt kam es dann draußen vor der Bar. Dass der Kriminalpolizei nicht genügend Informationen für einen Haftbefehl vorliegen, ist für Nozawas Familie schwer nachvollziehbar. Die in Berlin lebende Ex-Frau, sein 15-jähriger Sohn und die Schwägerin des Verstorbenen glauben, dass die Zeugen des Vorfalls bei der Kriminalpolizei nichts sagen: "Man hat fast das Gefühl, als würden sie jemanden schützen", so Nozawas Schwägerin. Im Vorraum der Bar gebe es sogar eine Kamera. Stahlmann-Liebelt: "Soweit bekannt ist, gibt es aber keine Aufnahmen." Laut Staatsanwältin machen die beiden Beschuldigten bei den Vernehmungen bisher keine Angaben zum Sachverhalt. Die Leiche des in Tokio geborenen Nozawa wird in der Rechtsmedizin in Kiel obduziert.

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