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Flüchtlinge in Harvestehude : Mutig und richtig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Dazu gehört auch, dass sich Reiche mit Menschen beschäftigen müssen, die alles verloren haben. Ein Kommentar von Markus Lorenz.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 16:28 Uhr

Hamburg-Harvestehude | Ein Flüchtlingsheim mitten im feinen Hamburg-Harvestehude? Tür an Tür mit Villenbesitzern, Unternehmern, schwerreichen Hanseaten? Die Entscheidung ist mutig – und sie ist richtig. Solidarität mit jenen, die massenweise vor Elend in Syrien, Afghanistan und Afrika fliehen, darf keine Grenzen kennen. Nicht in Europa, auch nicht innerhalb der Millionärs-Metropole an der Elbe. Bisher war es dort, wie anderswo, unausgesprochener Konsens, solche Unterkünfte in weniger schöne Ecken der Stadt zu verbannen. Doch Hilfe für Hilflose ist die gern bemühte „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Also für jeden. Harvestehude wird an 220 Asylbewerbern keinen Schaden nehmen. Im Gegenteil. Die Präsenz von Flüchtlingen führt auch dort vor Augen, was wir gern verdrängen: Die Armut der Einen hat direkt mit dem Wohlstand der anderen zu tun.

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