Mit Magneten auf Munitionssuche

kampfmittelräumdienst

shz.de von
28. April 2015, 19:55 Uhr

Ungewöhnliche Kampfmittelsuche im Großen Eutiner See: Geophysiker einer Hamburger Firma sondieren den Untergrund nach Metallischem. Anschließend wird ein riesiger Magnet zu Wasser gelassen und in den Boden des Sees eingespült. Wieder aus dem Wasser gezogen, wird dieser freigespült (Foto) und gibt die Funde frei. „Bisher haben wir Munitions- und Waffenreste und eben auch mindestens eine Handgranate gefunden“, sagt Bauingenieur Matthias Mitek. Pro Tag schaffe das Team zwischen 30 und 60 Quadratmeter. Die Funde werden, soweit nicht als gefährlich eingestuft, sicher für den Kampfmittelräumdienst verwahrt, der sie in Felde im Kreis Rendsburg-Eckernförde auf seinem Gelände unschädlich macht. Hintergrund: Zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die Armee Munition und teils sogar Fahrzeuge einfach in den ostholsteinischen Seen entsorgt. 

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen