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Mehrkosten und Kunden-Ärger: Brückensperrung bedroht Busreisen

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Schuby | "Man hat das Gefühl, man wird hier abgekoppelt". Hildegard Bölck, Seniorchefin des gleichnamigen Reisedienstes in Schuby, ist verärgert. Denn die Vollsperrung der Rader Hochbrücke wirkt sich massiv auf ihr Unternehmen in Schuby (35 Reisebusse, jährlich 30 000 Kunden, mehr als 50 Busfahrer) aus.

Ohne Vorwarnung hatte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr die marode Brücke nicht nur für Lastwagen, sondern auch für Busse über 7,5 Tonnen sperren lassen. "Wir wurden völlig überrascht", erklärt Juniorchef Rüdiger Bölck (49). So bedeutet die Umleitung durch den Rendsburger Kanaltunnel eine längere Fahrzeit von etwa 45 Minuten.

Dies klingt harmlos, ist aber für einen straff organisierten Reisebus-Fahrplan gravierend, da die Fahrer zunehmend Probleme mit ihren Lenkzeiten haben. "Bei unseren Reisen gen Süden haben wir zwischen Nürnberg und München feste Hotels für die Zwischen-Übernachtungen. Das sind etwa 750 Kilometer von hier, mehr schaffen unsere Fahrer in ihrer zehnstündigen Lenkzeit nicht", erklärt Bölck. Er macht deutlich, dass die Verzögerung wegen der Umleitungen den gesamten Zeitplan gefährdet.

Doch es sind nicht nur die zusätz lichen Kosten und die Mehrarbeit, die dem Reisedienst zu schaffen machen. Auch die Kunden sind verun sichert. Sind sie es doch gewohnt, von bestimmten Haltestellen und zu festen Zeiten abgeholt zu werden. Hildegard Bölck: "Viele Reisegäste sind einfach verärgert über die Veränderung."

Dabei wäre alles nicht so schlimm, wenn es nicht die Baustellen samt Ampeln auf der Umleitungsstrecke geben würde. So ist die Brückensanierung am Kreisel bei Jagel ein ebenso großes Hindernis wie die gesperrte Oströhre im Rendsburger Tunnel. "Hätten wir die Baustellen nicht, würde die Umleitung nur zehn Minuten ausmachen."

Für Bölck eine Fehlplanung der zuständigen Behörden, da der schlechte Zustand der Rader Hochbrücke schon länger bekannt sein soll. Auch versteht er nicht, warum die Vollsperrung auch für Busse gilt. "Ein Reisebus ist 18 Tonnen schwer, ein Laster 40 Tonnen. Da würde eine Tempo-Reduzierung auf 40 km/h für Busse doch aus reichen."

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erstellt am 03.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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