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Marner Karnevals-Chef: „Das ist erschreckend“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2015 | 13:54 Uhr

Trotz der islamistisch motivierten Anschläge, trotz der gestrigen Absage nach einer Terrorwarnung in Braunschweig – heute sollen trotzdem 20  000 Menschen zum Rosenmontagsumzug durch die Dithmarscher Hochburg Marne ziehen. „Eine Absage kommt für uns definitiv nicht in Frage“, sagte Heiko Claußen (48, Foto), Präsident der Marner Karnevals-Gesellschaft, gestern auf Anfrage. Die Absage des Karnevalsumzugs in Braunschweig mache ihn und seine Gesellschaft „sehr betroffen“. „Dass man ein solches Großereignis wegen einer möglichen Drohung abbläst, das ist echt erschreckend“, sagt Claußen. Es sei ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die in der närrischen Zeit „ein fröhliches Ereignis einmal zum Anlass nehmen, der Politik satirisch ins Gesicht zu sehen – und zum Lächeln anzuregen“. Gleichwohl sehen sich die Karnevalfreunde in Marne auch deshalb nicht so gefährdet, „weil hier nicht die hohe Politik, sondern mehr das Lokale aufs Korn genommen wird“, sagt Claußen. Zwar würden auch im Dithmarscher Städtchen beim heutigen Umzug Zivilpolizisten mitlaufen, vor allem aber deshalb, um Alkohol-Exzesse bei Jugendlichen zu verhindern.  

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