Endstation Graben : Lkw kann seit einer Woche nicht geborgen werden

Da kann man erstmal nichts machen: Der Lkw liegt im Graben, Bergungsfahrzeuge kommen nicht an ihn heran.
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Da kann man erstmal nichts machen: Der Lkw liegt im Graben, Bergungsfahrzeuge kommen nicht an ihn heran.

An einem schmalen Feldweg in Blomesche Wildnis liegt ein Lkw im Graben. Er ist am 8. Oktober hinein gerutscht, weil der Fahrer seinem Navi vertraut hat. Die Bergung aber ist schwierig.

shz.de von
15. Oktober 2013, 00:34 Uhr

Der Katzenheider Weg in der Steinburger Gemeinde Blomesche Wildnis ist etwa zwei Meter breit, ein Schild erlaubt die Durchfahrt nur für Fahrräder, ein weiteres weist auf das maximal erlaubte Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen hin. All das hielt den 61-jährigen Fahrer eines mit leeren Gemüsekisten beladenen 25-Tonnen-Sattelschleppers nicht davon ab, den Anweisungen seines Navigationsgerätes Folge zu leisten und in den Feldweg einzubiegen. Und dort liegt er nun seit vergangenem Dienstag, denn in einer leichten Rechtskurve hielt die Bankette der Belastung nicht stand, der Lkw kippte, so Zeugen, „im Schneckentempo“ in einen Graben. Der Fahrer blieb unverletzt.

Experten rätseln seitdem, wie der Gigant wieder aus seinem Schlamassel befreit werden kann. Der frisch sanierte Wirtschaftsweg und auch der angrenzende aufgeweichte Acker tragen kein schweres Gerät. Eine unangemeldete nächtliche Rettungsaktion durch einen aus Hannover angereisten Bergungstrupp – mit zwei 26-Tonnen-Kränen – stoppten Polizei und Bürgermeister Niels Schilling.

Die Beteiligten überlegen nun, ob sich eine Bergungsaktion überhaupt noch lohnt. Dafür müsste der Acker präpariert werden, um schweres Gerät tragen zu können. „Wenn alles nicht funktioniert, muss der Sattelzug aus Kostengründen nötigenfalls vor Ort zerlegt werden“, so Schilling.

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